Glyphosat-Protest vor CSU-Zentrale

Viele Bürger aus Stadt und Landkreis protestierten am 23. November vor der CSU-Geschäftsstelle in Rosenheim gegen eine Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat. Sie befürchten, dass die abgewählte Bundesregierung im Sinne des CSU-Agrarministers Christian Schmidt einem faulen Kompromiss zur Wiederzulassung zustimmen könnte - trotz der Kritik des Umweltbundesamts und gegen den Willen einer klaren Mehrheit der Bevölkerung.

Bürger gegen Glyphosat

Diskussion mit Daniel Artmann - auch um den Bayernplan der CSU

25.11.2017

Etwa 70 Demonstranten erschienen zu der von der Bürgerbewegung Campact bundesweit initiierten Aktion. Mit kleinen Schildern oder großen Transparenten, mit Schutzanzug oder Traktor und mit vielen Wortbeiträgen gegenüber dem CSU-Wahlkreisgeschäftsführer Daniel Artmann forderten sie ein Verbot von Glyphosat.

Sie machten darauf aufmerksam, dass Glyphosat die allermeisten Pflanzen abtötet, somit Tieren die Nahrungsgrundlage raubt und das Artensterben beschleunigt. Es bedroht auch die menschliche Gesundheit, bis hin zur Auslösung von Krebs. Belege dafür werden in Studien, die keine Gefahr sehen, ignoriert - dafür werden Passagen aus den Zulassungsanträgen der Glyphosat-Hersteller wortwörtlich übernommen.

Artmann konnte die gravierenden Bedenken gegen eine Wiederzulassung nicht entkräften, hörte sie sich aber geduldig an und versprach sie an die Entscheider in der Partei weiterzugeben. Mal sehen, was draus wird!

 

Artikel "Glyphosat-Gegner demonstrierten vor CSU-Geschäftsstelle" im OVB

Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden