Mahnwache für den Alpenplan und das Riedberger Horn

Eine stattliche Anzahl aktiver BUND Naturschutz-Mitglieder bereitete Heimatminister Söder vor dessen Wahlkampfrede beim sommerlichen Gautrachtenfest in Atzing bei Prien einen eher frostigen Empfang.

Einsatz für die Natur mit größeren...

...und kleineren Aufrufen

Peter Kasperczyk und Gerhard Märkl im Gespräch mit Minister Söder

15.08.2017

Mit abwechslungsreich gestalteten Plakaten und Transparenten machten die Naturschützer aus der Region Rosenheim ihrem Ärger über die Söders Politik Luft. Insbesondere geht es ihnen um die Rettung des Riedberger Horns vor dem Massentourismus. Gerade hier finden sich besonders viele seltene Pflanzen- und Tierarten, es ist eines der wichtigsten Rückzugsgebiete für Birkhühner. Die Änderung des vor 45 Jahren einstimmig beschlossenen Alpenplans wäre nicht nur ein gravierender Rechtsbruch, sondern auch ein gefährlicher Präzedenzfall für andere Gebiete.

Peter Kasperczyk, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Rosenheim, und Gerhard Märkl, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Prien-Breitbrunn-Gstadt, übergaben dem Minister den Beschluss "Die Alpen als einzigartigen Lebensraum Europas bewahren: Hände weg vom Alpenplan – Rettet das Riedberger Horn". Diesen hatten die Delegierten des BUND Naturschutz in Bayern auf ihrer Versammlung in Miesbach einstimmig verabschiedet.

Für eine Diskussion mit dem Minister blieb nur wenig Zeit; man darf gespannt sein, ob es zur besprochenen gemeinsamen Begehung des Riedberger Horns kommt. Mit zahlreichen Besuchern der Atzinger Veranstaltung entwickelten sich Gespräche nicht nur über den Alpenplan, sondern auch über lokale Naturschutz-Themen. Somit wird die von Viktoria Puchstein aus der BN-Ortsgruppe Rimsting bestens organisierte Mahnwache einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Beschluss "Hände weg vom Alpenplan – Rettet das Riedberger Horn“

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