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NATUR- UND KULTURSPAZIERGÄNGE 2015

Jahreshauptversammlung 2015 - Einladung

Die Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz, Ortsgruppe Bernau, findet
am Dienstag, den 14.04.2015 um 19:30 Uhr
im Gasthof Alten Wirt (Kirchplatz 9, 83233 Bernau am Chiemsee) statt.

Tagesordnung:
1. Bericht des 1. Vorstandes (Rückblick/Ausblick)
2. Kassenbericht und Ergebnis der Kassenprüfung
3. Entlastung des Vorstands
4. Neuwahlen des Vorstands und des Kassenprüfers
5. Vortrag von Alfred Ringler zum Thema „Die Veränderung unserer Moore im Lauf der letzten Jahrzehnte (insbesondere Chiemseemoore und Bärnsee)“
6. Aussprache zu den Berichten
7. Anträge und Sonstiges, Ausblick

Alle Mitglieder und interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

Einladungsschreiben zur Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung 2015 - Bericht

Bericht zur Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Bernau des Bund Naturschutz am 14.04.2015: Vortrag zum Thema Moore und Neuwahlen

Neuwahlen des Vorstands und das Referat des Biologen und Moorexperten Alfred Ringler standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Bernau des Bund Naturschutz. Diese kann auf eine mehr als dreißigjährige Geschichte zurückblicken, wie die erste Vorsitzende, Pia Ostler, in ihrer Einleitung betonte, und kann sich mit ihren rund 160 Mitgliedern in der Gemeinde sehen lassen.

In ihrem Bericht zum vergangenen Jahr erwähnte Ostler die Vorstellung der Ortsgruppe bei der Einweihung des neuen Rathauses im Juli und beim Neubürgerempfang der Gemeinde im März diesen Jahres. Beim Ferienprogramm wurden in der Schreinerei Lackerschmid kunstvolle Insektenhotels hergestellt. Einmal im Monat findet der BN-Stammtisch statt, zu dem jedermann und jede Frau eingeladen sind. In unregelmäßigen Abständen gibt es auch sogenannte Themenstammtische, so zum Beispiel zum Thema „Gemeinschaftsgärten“. Demnächst ist ein Stammtisch zur Frage „Ökologisch und sozial verträgliche Geldanlagen“ geplant.

Einmal im Monat, jeweils am Samstag, fanden auch wieder die beliebten Naturspaziergänge in die nähere Umgebung statt, organisiert und geleitet von Gerhard Märkl und Peter Kasperczyk von den Ortsgruppen Prien bzw. Bernau.

Am Südufer des Bärnsees konnte die Kreisgruppe Rosenheim knapp fünf Hektar an landwirtschaftlich genutzten Flächen erwerben, die nun zu naturnahen Moor- und Streuwiesenflächen entwickelt werden sollen.

Die Neuwahlen der Vorstandschaft ergaben folgendes Ergebnis: Erste Vorsitzende wie bisher Pia Ostler, zweiter Vorsitzender Peter Kasperczyk, Wiederwahl von Hubert Hesse zum Schriftführer sowie von Irmi Hofmann-Leitner zur Kassiererin. Als Beisitzer bestätigt wurden Josef Genghammer und Peter Hirschberger. Für Manfred Dederichs, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, rückte Ludwig Wimmer in den Vorstand nach.

In einem bilderreichen Vortrag schilderte der Biologe und Moorexperte Alfred Ringler die Veränderung der Moore in Oberbayern und der Chiemseeregion. Dabei zeigte er zahlreiche, über die Jahrzehnte selbst fotografierte Bilder und führte den Wandel und die Verarmung der Moorlandschaften eindringlich vor Augen. Im Landkreis Rosenheim befinden sich nach seiner Aussage relativ große wieder vernässte Hochmoorflächen, zum Beispiel die Kendlmühlfilzn. Eine Renaturierung sei hier einfacher als bei Niedermooren, da Hochmoore einen eigenständigen Wasserhaushalt besitzen und die Wiedervernässung keinen Einfluss auf die angrenzenden Flächen habe. Moore können sehr viel CO2  und andere Klima schädigende Gase binden, die bei der Austrocknung frei werden. Daher hat die bayerische Staatsregierung ein Klimaschutzprogramm aufgelegt, mit dessen Hilfe Moorflächen renaturiert werden sollen. So auch ein Teil des Kühwampenmoos auf JVA-Gebiet. Allerdings, so Ringler, können Niedermoore alleine aufgrund ihrer Größe zehnmal mehr Klimagase binden als Hochmoore, weshalb ein Schutz oder eine Renaturierung derselben noch wesentlich wirksamer wären.

Auf eine weitere Art von Mooren ging Ringler noch ein, nämlich die kleinflächigen Quellmoore. Diese seien in der Vergangenheit oft Brunnen- oder Teichanlagen zum Opfer gefallen. Wo diese nicht mehr genutzt würden, könne man den ursprünglichen Naturzustand relativ leicht wieder herstellen.

Als guten Rat gab der Experte den anwesenden Zuhörern, darunter der Bürgermeister und fünf Gemeinderäte, mit auf den Weg, dass es sehr wichtig sei, schon in der Planungsphase eine Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen zu erzielen, um deren Erfolg zu gewährleisten.

                                                  P.O.