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NATUR- UND KULTURSPAZIERGÄNGE 2019

Samstag, 26. Januar 

 

13:00 Uhr

Silberreiher, Krickente und Biber

Winterspaziergang zur Naturbeobachtungsstation an der Prienmündung

Treff: Prien, Prienavera 

Dauer: ca. 3 Std. - Gehzeit: ca. 2 Std. - Fernglas empfohlen

Samstag, 23. Februar

 

13:00 Uhr ab Prien: 

13:45 Uhr ab Bernau:

Gefiederte Wintergäste im Irschener Winkel

Naturspaziergang zur Beobachtungsstation am Irschener Winkel

Treff: Prien, Gasthof Fischer am See

Bernau, Bahnhof 

Dauer: ca. 3 Std. - Gehzeit: ca. 2 Std. - Fernglas empfohlen

Samstag, 30. März 

 

12:45 Uhr

Frühling auf der Herreninsel

Blumen- und Vogelstimmenwanderung rund um die Herreninsel

Treff: Dampfersteg Prien - Stock 

Dauer ca. 4 Std. – Brotzeit empfohlen

Dienstag,       9. April

Mittwoch,     17. April

Donnerstag, 25. April

17:00 Uhr

Alle Vögel sind schon da ....

Vogelstimmenwanderungen im Eichental

Treff: Prien, Parkplatz 1 an der Beilhackstraße 

Dauer: 2 Std.

Samstag, 25. Mai

 

13:00 Uhr ab Prien:

13:15 Uhr Bernau:

Grüß Gott, du schöner Mai ....

Wanderung von Bernau zum Bärnsee

Treff:Prien, Parkplatz 1 an der Beilhackstraße, Fahrgemeinschaften 

Bernau, Parkplatz am Minigolfplatz, Rottauer Str.

Dauer: 5 Std. - Gehzeit: 4 Std. - Brotzeit empfohlen

Samstag, 29. Juni

 

13:50 Uhr

 

Hoch über dem Chiemsee

Wanderung von Rimsting zur Ratzinger Höhe

Treff: Busbahnhof Prien 

Dauer: 5 Std. - Gehzeit: 4 Std. - Brotzeit empfohlen

Samstag, 13. Juli 

 

13:00 Uhr ab Prien:

13:15 Uhr Bernau:

Moose, Flechten und Baumpilze

Wanderung durch den Urwald zwischen Bernau und Rottau

Treff:Prien Parkplatz 1 an der Beilhackstraße, Fahrgemeinschaften 

Bernau, Bahnhof

Dauer: 4 Std. - Gehzeit: 3 Std. - Brotzeit empfohlen

Sonntag, 18. August 

 

11:00 Uhr

Schloss Wildenwart und romantisches Priental

Flusswanderung von Vachendorf bis Prien (Hin mit der Chiemgau-Bahn)

Treff:Prien, Bahnhof 

Dauer: ca. 5 Std. - Gehzeit: 4 Std. - Brotzeit empfohlen

Samstag, 14. September

 

13:00 Uhr ab Prien:

13:15 Uhr Bernau:

Zum Rottauer Wasserfall und ins Tal der Farne

Treff: Prien, Parkplatz 1 an der Beilhackstr., Fahrgemeinschaften

Bernau, Parkplatz am Minigolfplatz, Rottauer Str., Fahrgemeinschaften

Dauer: 4 Std. - Gehzeit: 3 Std. - Brotzeit empfohlen

Samstag, 5. Oktober 

 

13:00 Uhr

Malerische Kirchen und Chiemseeblick

Rundwanderung über Urschalling, Hittenkirchen und Bauernberg

Treff: Prien, Parkplatz 1 an der Beilhackstr.

Dauer: 4 Std. - Gehzeit: 3 Std.

Samstag, 9. November

 

13:00 Uhr

Rund um den Herrnberg

Wanderung bergauf und bergab mit Blick auf Prien, See und Berge

Treff: Franziska-Hager-Schule

Dauer: 3 Std.

 

Alle Wanderungen sind für Kinder ab 5 Jahre geeignet

Der BUND Naturschutz, Rosenheim ist mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" ausgezeichnet.

Wanderprogramm als PDF-Dokument anzeigen


Jahreshauptversammlung 2019 - Einladung

Liebe Mitglieder und Unterstützer des Bund Naturschutz in Bernau,

hiermit lade ich Sie sehr herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Dienstag, den 16.04.2019, ein. Sie beginnt um 19:30 Uhr im Gasthof Kampenwand (Nebenraum) in der Aschauer Straße 12.

Tagesordnung

1. Bericht der ersten Vorsitzenden

2. Kassenbericht

3. Entlastung der Vorstandschaft

4. Vortrag von Dirk Alfermann, Gebietsbetreuer Chiemsee:
„Biologische Vielfalt im Irschener Winkel und Maßnahmen zu deren Erhalt und Verbesserung“

5. Aussprache zu den Berichten

6. Neuwahlen der Vorstandschaft

7. Anträge und Sonstiges, Ausblick

Anträge an die Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung bitte mindestens 1 Woche vorher anmelden.

Wir freuen uns über Ihren zahlreichen Besuch.

Die Einladung als PDF-Dokument

Bericht von der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Bernau 2019

Schutz der Wiesenbrüter im Irschener Winkel

Zunächst berichtete die Vorsitzende Pia Ostler über die Aktivitäten der Ortsgruppe des vergangenen Jahres. Im letzten Jahr habe man zwei Ausstellungen im Rathaus gezeigt, zu den Themen „Hummeln“ und „Lebensraum Garten“. Beim Umwelttag sei die Ortsgruppe mit einem Stand und einem Angebot für Kinder zum Basteln von Insekten-Nisthilfen dabei gewesen. Nicht zuletzt habe man sich auch beim Volksbegehren Artenvielfalt engagiert und so zu dem Erfolg von 20,4% Unterschriften in Bernau beigetragen. 

Im Ausblick auf das laufende Jahr verwies Ostler auf die offenen Stammtische, die an jedem zweiten Montag im Monat stattfinden. Außerdem bietet Gerhard Märkel von der Ortsgruppe Prien weiterhin die beliebten Natur- und Kulturspaziergänge in der näheren Umgebung an, die Termine werden jeweils im Bernauer und der Chiemgau-Zeitung angekündigt. Am 29. Juni werde es wieder den von Bund Naturschutz und Gewerbeverein organisierten Flohmarkt der Vereine geben. Ein besonderes Augenmerk gelte weiterhin dem Hitzelsberg, um sicher zu stellen, dass die wertvollen und außerordentlich artenreichen Wiesen auch nach dem Verkauf in ihrer hohen Wertigkeit soweit wie möglich erhalten werden. 

Hauptthema des Abends war jedoch der Irschener Winkel, wo man ebenfalls noch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vorfinden kann. Hierzu waren der Gebietsbetreuer Chiemsee, Dirk Alfermann, und Frau Manuela Müller von der Unteren Naturschutzbehörde gekommen. In Bildern und anschaulichen Erklärungen schilderte Alfermann die biologische Vielfalt auf den Feuchtflächen und Streuwiesen rund um die Mündung der Bernauer Ache in den Chiemsee. So habe man im Jahr 2018 zahlreiche Brutvogelarten gezählt, darunter die seltene Rohrweihe, Bekassine und viele Wasservögel. Andererseits seien seit ca 20 Jahren massive Rückgänge der Wiesenbrüter zu verzeichnen, manche Arten seien ganz verschwunden. Dazu gehören zum Beispiel der große Brachvogel, das Braunkehlchen, der Wiesenpieper und der Kiebitz. 

Die Ursachen für den Rückgang sind komplex, so Manuela Müller. Zu nennen seien die intensive Landwirtschaft, Entwässerung der Wiesen, Verbuschung, zu viele störende Einflüsse durch Spaziergänger und Hundehalter. Naturschutzprogramme böten eine Möglichkeit für die Landwirte, ihre Flächen naturnah zu bewirtschaften. Der Landkreis sei ebenfalls bemüht, Flächen für den Naturschutz zu kaufen und diese ökologisch aufzuwerten. Um Wiesenbrüter wie den Kiebitz wieder anzusiedeln und noch vorhandene Vogelarten zu schützen, sollen beispielsweise kleine flache Tümpel, sogenannte Seigen, geschaffen werden, in denen die Vögel ihre Nahrung finden. Feldgehölze sind für Wiesenbrüter oftmals negativ, da sie Deckung für Raubvögel bieten und deshalb von ihnen gemieden werden. Daher kann es manchmal notwendig sein, diese zu entfernen. 

Ein großer Störfaktor sind natürlich Spaziergänger, insbesondere solche mit Hund, die querfeldein gehen und ihren Hund frei laufen lassen. Diese schrecken, auch ohne böse Absicht, brütende Vögel auf, was zu Energieverlust und einem Verlassen des Nestes führt. Daher hat Frau Müller, wie sie erzählte, rund um die sensiblen Wanderwege Schilder aufgestellt, die über die Gefahren für die Vögel aufklären und die Hundehalter zu Rücksicht aufrufen sollen. Die Schilder sollen nach der Brutzeit Ende Juni wieder entfernt werden. 

Am Donnerstag, den 25. Juli, bietet Herr Alfermann eine Exkursion in den Irschener Winkel an, bei der er die Besonderheiten und den Artenreichtum vor Ort erklären wird. Treffpunkt ist um 17:30 Uhr vor der Klinik Medical Park, am Ende der Birkenallee. 

Am Ende der Veranstaltung fanden die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Für die nächsten vier Jahre wurde die alte Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt: Pia Ostler (1. Vors.), Peter Kasperczyk (2. Vors.), Hubert Hesse (Schriftführer), Irmi Hofmann-Leitner (Kassiererin), Sepp Genghammer und Peter Hirschberger (Beisitzer). Als neue Beisitzerinnen wurden Karin Pichlbauer und Jutta Schekatz gewählt, zum Kassenprüfer Ludwig Wimmer (dieser war als Beisitzer ausgeschieden).


Blumen- und Insektenvielfalt am Hitzelsberg

Etwa 25 Teilnehmer einer geführten Wanderung über den Hitzelsberg mit dem Bund Naturschutz konnten sich von dem Reichtum an Tier- und Pflanzenarten und der einmaligen Lage zwischen den Bergen und dem Chiemsee überzeugen. Einzig der allgegenwärtige Lärm von der Autobahn trübte an diesem Abend zum Beginn der Pfingstferien die ansonsten beschauliche Idylle.

Gleich zu Beginn konnte man die kleinen Erdlöcher der gelbbindigen Furchenbiene, einer der zahlreichen Wildbienenarten, bestaunen, die sich jedoch in der Abendsonne schon zurückgezogen hatten. 

An Pflanzen bot sich eine bunte Vielfalt, die Teilnehmer*innen zeigten sich sehr interessiert und übten sich im Bestimmen: Blaue Glockenblumen, gelber Klappertopf, lila Wiesenflockenblume, Schafgarbe, Samenstände des Wiesenbocksbart, blaue Witwenblume, violette Kuckuckslichtnelken, Zittergras, der niederliegende aromatisch duftende Thymian und der wilde Oregano. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man solche Wiesen heutzutage suchen muss und dass sie einen großen Schatz darstellen. Der Grund für den Artenreichtum ist laut Pia Ostler von der Ortsgruppe des BN zum einen der Standort, vor allem aber die Art der Bewirtschaftung: Verzicht auf Düngung, höchstens zweimalige Mahd im Hochsommer und Herbst. So können sich auch seltene und geschützte Arten entwickeln wie diverse Orchideen oder die besondere Sommerwurz, die sich durch schmarotzende Lebensweise auszeichnet. Damit einhergehend ist auch ein großer Reichtum an Insekten wie (Wild-)Bienen, Heuschrecken, Schmetterlingen, Käfern und sogar Libellen. Auch davon konnten sich die Teilnehmer hör- und sichtbar überzeugen. Ein ständiges Zirpen und Summen kam von den Grillen im Gras und den Bienen und Hummeln auf den Blüten. An Schmetterlingen wurden u.a. der Distelfalter, Admiral, Kleiner Fuchs, verschiedene Bläulinge und der prächtige Schwalbenschwanz identifiziert.

Schließlich konnte man sogar einen Rotmilan hoch in der Luft beobachten, der auf den Wiesen Mäuse jagt und im angrenzenden Waldgebiet vielleicht sogar brütet. 

Natürlich war auch der geplante Hotelbau auf dem Hitzelsberg Thema der Exkursion. Zweifelsfrei wird dies einen schwerwiegenden Eingriff darstellen, und aus Sicht des Naturschutzes wäre ein Belassen der Flächen im jetzigen extensiven und unbebauten Zustand das Wünschenswerteste. Umso mehr setzt sich der Bund Naturschutz dafür ein, dass die Auswirkungen der Bebauung so gering wie möglich gehalten werden und der einzigartige ökologische Wert des Gebiets berücksichtigt wird. Dazu gehört auch, dass alle unbebauten Flächen weiterhin im Sinne des Artenreichtums gepflegt und erhalten werden und vor allem der Südhang, der im Besitz der Gemeinde bleiben soll, auf unbestimmte Zeit gesichert und niemals bebaut wird.

Nicht zuletzt sollen die Flächen auch für die Bevölkerung zugänglich bleiben, ohne jedoch weitere Wanderwege anzulegen. 


Flohmarkt am Rathaus in Bernau

Am Samstag, den 29. Juni 2019 von 8:00 - 14:00 Uhr ist auch die Ortsgruppe Bernau des Bund-Naturschutzes auf dem Flohmarkt der Vereine vertreten. Raritäten - Bücher - CDs und vieles mehr. Auch Kaffee und Kuchen wird angeboten!