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vor 2011

Jahr 2007

Mobilfunkmast am Bahnhof

Gründung der Bürgerinitative "Für ein strahlungsarmes Bernau"

www.strahlungsarmer-chiemgau.de/bernau.html

 

 


Jahr 2008

Zeitungsbericht zur Gentechnik-Aktion

 

Erfolgreiche Aktion „Bernau pflanzt sich frei“


„Bernau kann sich nun mit Fug und Recht als Gen-Mais-frei bezeichnen“, meint Philipp Bernhofer, der Koordinator eines Bündnisses verschiedener Gruppierungen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, auf die Gefahren der Agro-Gentechnik aufmerksam zu machen. „Die Agro-Gentechnik ist, einmal im Freiland ausgesetzt, nicht mehr rückholbar,“ so die Aktivisten von Bund Naturschutz, Bauernverband und MdL Barbara Rütting.

Diese züchtete zusammen mit Horst Oberholzner Maispflanzen, um so das neue Gentechnikgesetz mit den eigenen Paragraphen zu schlagen. Denn im Umkreis von 300 Metern einer solchen Maispflanze darf kein Genmais gepflanzt werden. Vormittags wurden die Pflanzen dann an Passanten verschenkt, die sich bereit erklärt hatten, eine Pflanze auf Balkon oder im Garten wachsen zu lassen. Jeder Standort wurde registriert und mit einem Papierkreis auf dem Ortsplan von Bernau markiert.

Parallel dazu unterstützten EDEKA Schmid und NATURKOST Oberholzner die Aktion. Ist im Naturkostladen sowieso jede Ware gentechnikfrei, erklärte sich EDEKA bereit, mittels einer gesonderten Liste und am Aktionsstand ausgestellter Ware auf Gentechnikfreiheit im Sortiment aufmerksam zu machen.

„Wir hoffen, durch die Nachfrage der Verbraucher auch die Zentrale von EDEKA dazu zu bringen, für gentechnikfreie Warenherstellung bei ihren Zulieferern zu sorgen,“ so Jakob Müller vom Bauernverband.

Den ganzen Vormittag über spürten die Beteiligten von den Passanten sehr große Sympathie für ihr Anliegen. So stimmt es wohl, dass 80% aller Deutschen die Agro-Gentechnik ablehnen.

 

 

 

Jahr 2009

 

Fackelzug zur Autobahn

 

Der Bund Naturschutz Ortsgruppe Bernau organisierte am Samstag 8.8. zur Aktion „Feuer in den Alpen“ einen Fackelzug entlang der Chiemseestraße zum Kreisel in Felden.

Etwa 30 Mitglieder und Freunde aus den Ortsgruppen Bernau und Prien und Mitglieder der BI „Rettet den Chiemsee“ wollten mit ihren Fackeln ein Zeichen setzen gegen Umweltzerstörung, Landschaftsverbrauch und Gefährdung unseres Lebensraumes.

Wie auch bei den Fackelzügen in den anderen Orten entlang der A8 ging es hier speziell gegen einen sechsspurigen und für einen vierspurigen Ausbau der Autobahn mit Standstreifen und Lärmschutz.

In Vertretung des Vorsitzenden der Ortsgruppe Bernau sprach Manfred Dederichs, als Vertreter des Kreisvorstands Rosenheim Gerhard Märkl, die beide zugleich auch Mitglieder der Bürgerinitative „Ausbau A8 –Bürger setzen Grenzen e.V.“ sind. Märkl ging dabei vor allem auf den Flächenverbrauch und die Folgekosten eines überdimensionierten Ausbaus für nachfolgende Generationen ein. Konkret auf die Belange Bernaus ging Dederichs ein.

Bernau leide unter dem Lärm. Sofort und ohne große Kosten könne durch ein Tempolimit ab der Gemeindegrenze bei Frasdorf bis zum Ende des Rasthausgeländes eine Lärmreduzierung erreicht werden. Tagsüber solle für PKW 100km/h für LKW 80km/h und nachts 80 km/h bzw.60km/h vorgeschrieben werden. Diese Forderungen seien übrigens teilweise identisch mit einem entsprechenden, einstimmig gefassten Beschluss des Bernauer Gemeinderats.

 

 

Bund Naturschutz unterstützt Gemeindebücherei

In der Woche vor Weihnachten übergab der Vorsitzende der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Peter Kasperczyk eine Buchspende im Wert von 120.- € an die Leiterin der Gemeindebücherei Frau Schmidt. Ziel ist es allen Lesern die Schönheit unserer Tier- und Pflanzenwelt anhand wunderbar fotografierter Bildbände zu zeigen. Zusammen mit spannenden Abenteuerbüchern und Sachtexten rund um das Thema soll diese Spende den Grundstein eines Themenbereichs Natur und Naturschutz legen. „Wir haben uns vorgenommen, nun regelmäßig halbjährlich einen finanziellen Beitrag zur stetigen Erweiterungen dieses Bereichs zu leisten,“ so Kasperczyk. Finanziert wird die Spende durch den Verkauf von gebrauchten Büchern im Rahmen des Flohmarkts der Vereine. Verbunden ist die Aktion mit der Hoffnung vielen Lesern das Anliegen des Bund Naturschutz verständlich zu machen. Alle Besucher können die gespendeten Bücher in den nächsten Wochen schon einmal im Rahmen einer Ausstellung in der Bücherei in Augenschein nehmen.

 

 

 

Jahr 2010

 

 

Ortsgruppe Bernau des Bund Naturschutz organisiert Fackelzug

 

 

Vierspuriger Ausbau der A8 mit Standstreifen gefordert

 

 

Fast 50 Teilnehmer versammelten sich am Samstag in Bernau am Parkplatz neben dem Ärztezentrum. Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz hatte wie letztes Jahr zum Protestzug gegen den sechsspurigen Ausbau der A8 aufgerufen. Anlass war die Aktion „Feuer in den Alpen“, die seit 1988 in allen Alpenanrainern organisiert wird. Sie soll alle Bürger aufrufen, sich für den Erhalt des natürlichen und kulturellen Lebensraums in den Alpen einzusetzen.


Anhand entsprechend angeordneter PKW wurde zunächst die geplante Verbreiterung der Autobahn von 17m auf 36m dargestellt. Dabei erwies sich die Länge des Parkplatzes als exakt gleich der Breite des geplanten Ausbaus. Anhand des Ärztehauses wurde die Höhe des zu erwartenden Lärmschutzwalls, 8,50m, veranschaulicht.


Beim anschließenden Zug entlang der Chiemseestraße erläuterte der 2.Vorsitzende der Ortsgruppe, Philipp Bernhofer, die Argumente, die für einen Ausbau 4 + 2 sprechen. Dazwischen sangen die Demonstranten ein Protestlied, das von Peter Hirschberger gekonnt auf der Trompete begleitet wurde. Der humorvolle Text stammte von Roland Hinke.


Eine durchgeführte Befragung der CSU an einer A8-Raststätte (die Ch-Z. berichtete) griff Bernhofer als polemisch und irreführend an. Ein Tourist erlebe aufgrund des Bettenwechsels in den Ferienorten an den Wochenenden im Juli und August stets eine voll ausgelastete Autobahn. Dieser sei natürlich für einen Ausbau. Aber nur an diesen wenigen Tagen werde ein Verkehrsaufkommen erreicht, das einen Ausbau 6 + 2 rechtfertige. Statt den Bettenwechsel zu entzerren, werde eine A8 geplant, die bis auf wenige Tage im Jahr völlig überdimensioniert sei. Die Zeche würden die Steuerzahler in Form von zusätzlichen Erhaltungskosten zahlen.


Die Beteiligten äußerten sich insgesamt sehr zufrieden über den Verlauf und ließen die Veranstaltung gemütlich im Biergarten des Gasthof Chiemsee ausklingen.

 

 

Liedtext

 

 Nach der Musik zu „Jim Knopf und die Lokomotive“

 

Eine Straße mit sechs Spuren

Und zwei Standstreifen dazu,

sowas brauchen wir im Chiemgau,

dass die Autos sich nicht staun!

 

Ganz Europa drückt auf´s Gas hier

Und so schnell geht es voran,

dass man durchrauscht

Ohne dass man was Gescheites sehen kann!

 

Ja, dann fahren auf sechs Spuren

Alle Leute rasch davon.

Und uns bleibt außer dem Abgas

Bloß der Lärm noch und Beton!