Thema 2018 und 2019: Insekten und Artenvielfalt fördern

Distel mit Bienen

Insekten und Artenvielfalt zu fördern ist 2018 und 2019 das Hauptthema der Umweltbildungsarbeit der BUND Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim.

2018 wanderten drei Ausstellungen, erstellt vom BUND Naturschutz in Bayern e. V., von April bis Dezember durch Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Ausstellungen  „Hummeln“,  “Lebensraum Garten“ und „Wilde Pflanzen vor der Türe“ vermitteln verschiedene Aspekte der Biodiversität sowie die Notwendigkeit und  Möglichkeiten, diese zu schützen und zu fördern. Vorträge und Exkursionen machten die Themen anschaulich.

Nicht nur in der Ausstellung „Wilde Pflanzen vor der Tür“, die im Landkreis Rosenheim in Schulen, Rathäusern, im RoMed-Klinikum Rosenheim und im Bildungswerk Rosenheim zu sehen war, konnten  Interessierte diese entdecken und viel Wissenswertes dazu erfahren. Auf Exkursionen und bei Vorträgen wurden viele „wilde Ecken“ gezeigt. Die sind wichtige und immer kleiner werdende Rückzugsmöglichkeiten für sogenannte „Ruderalpflanzen“, die an Straßen- und Wegrändern, Mauern und Zäunen, auf offenen Böden und Brachflächen und in Pflasterritzen gute Lebensbedingungen finden. Diese Pflanzen sind kein Unkraut, sondern Multitalente. Unter diesem Titel sind auch ein Hörfunk- und ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks im Internet zu finden.

Das Dulden „wilder Gesellen“ ist keineswegs ein Zeichen von Nachlässigkeit! Als Pollen- und Nektarquellen, als Futter- und Samenpflanzen sind sie für eine Vielzahl von Bienen-, Schmetterlings- und Vogelarten von Bedeutung.

Auch 2019 steht unter dem Motto "Insekten brauchen's bunt - Engagement für die Vielfalt des Lebens". Geplant sind Initiativen zur insektenfreundlichen Gestaltung von Freiflächen mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit, ein Fotowettbewerb und weitere Aktionen, um die Biodiversität in Stadt und Land zu zeigen und zu fördern. 

Kontakt:
Ursula Fees
E-Mail:  bund-naturschutz.fees@t-online.de
Telefon: 08031 12831

Links:

Fernseh- und Hörfunkbeitrag „Kein Unkraut sondern Multitalent“ von Julia Binder (Journalistin) mit Ursula Fees und Peter Wiedeburg:
Fernsehbeitrag: https://www.br.de/nachrichten/bayern/so-nuetzlich-ist-das-unkraut-in-unseren-ortschaften,R1KlqO1
Hörfunkbeitrag: https://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-oberbayern/bme-fuer-obb-wildpflanzen-in-der-stadt-radltour-durch-rosenheim-100.html

 

Infos über Umweltschutz im Garten:
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/garten.html

 

 

 

Typische Ruderalflächen: temporäre Brachflächen wie hier am Rosenheimer Bahnhof
Hoch anpassungsfähig: der Lerchensporn
Der Mauerlattich hat essbare Blätter
Genügsame Pflanzen wie der Vogelknöterich binden Staub und werden als Nahrung von Vögeln genutzt
Zimbelkraut ist anspruchslos; es besiedelt Mauern und hält sich dort in Fugen fest