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Wasserburg am Inn

Dezember 2025: Leserbrief der BN-Ortsgruppe Prien/Breitbrunn/Gstadt zum Artikel "Naturschutz und Tourismus im Clinch" im OVB vom Dezember 2025

Ohne Natur kein Tourismus

Der Titel "Naturschutz und Tourismus im Clinch" erweckt beim Leser einen falschen Eindruck, denn es ist doch gerade die einzigartige Naturlandschaft, die Urlaubsgäste in den Chiemgau lockt. Auch Ministerin Kaniber ist dieser Meinung, denn sie sagt: "Unsere Natur ist unsere Geschäftsgrundlage, sie hat oberste Priorität!" Warum sie sich aber dann so vehement für den geplanten Maximal-Neubau der Kampenwandbahn einsetzt, erschließt sich mir nicht. Es ist ja nicht so, dass Aschau zu wenig Feriengäste hätte, denn es kommen Jahr für Jahr erheblich mehr Urlauber in die Kampenwandgemeinde als in jeden anderen Chiemgauort. Deshalb ist es auch nicht nachvollziehbar, dass jetzt durch 8er-Gondeln noch mehr Leute in die Bergwelt hinaufbefördert werden sollen. Mit den nostalgischen 4er-Gondeln hat Aschau ein Alleinstellungsmerkmal, nach dem sich andere Gemeinden die Finger abschlecken würden. Die beschauliche Fahrt auf den Berg ist jetzt ein ganz besonderes Erlebnis und damit eine Rarität, die man nicht leichtfertig aufgeben sollte. Ein Schweizer Seilbahnexperte ist davon überzeugt, dass mit den heutigen technischen Möglichkeiten die 4er-Gondelbahn so weit ertüchtigt werden kann, dass sie den heutigen Anforderungen entspricht. Die Landtagsabgeordnete Sengl will kein "Remmidemmi" auf dem Berg und sie befürchtet, dass ungebremster Tourismus gerade das kaputt macht, weshalb die Gäste auf den Berg hinaufwollen. Ich begreife nicht, warum sich bei den Aschauer Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr Widerstand formiert, da gerade sie doch am meisten unter den erwartbaren untragbaren Verkehrsbedingungen, mit fehlenden Parkplätzen und zugeparkten Einfahrten, leiden werden!

Gerhard Märkl, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Prien/Breitbrunn/Gstadt

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