Termine und Veranstaltungen
Stammtisch der Ortsgruppe
Wann? – Üblicherweise jeden 2. Montag im Monat um 19:30 Uhr.
Wo? – Pizzeria LA VELA, Aschauer Str. 22, 83233 Bernau.
Was? – Gelegentlich steht der Stammtisch unter einem bestimmten Thema.
Ankündigung im "Bernauer". Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. "Schnuppern" Sie doch mal rein.
Nächster Stammtisch:
Am Montag, den 13. Juli 2026 um 19:30 Uhr in der Pizzeria LA VELA, Aschauer Str. 22 in Bernau.
WANDERUNGEN
| Samstag, 4. Juli 2026 13:00 Uhr | Die Geschichte vom Stachel am Brand |
Baum gepflanzt zur Erinnerung an Dr. Hans Schmeidl

Dr. Hans Schmeidl (1913 - 2004)
Zur Erinnerung an Dr. Hans Schmeidl, Naturschützer, Moorforscher und Gründer der BUND Naturschutz Ortsgruppe Bernau, wurde die Winterlinde (Tilia cordata), der Symbolbaum des BN, gepflanzt.
Dr. Schmeidl wurde 1913 geboren, studierte Botanik, Zoologie, Geologie, Geographie und Mineralogie in Prag und Göttingen und promovierte in Biologie.
Als Mitarbeiter des Landesamts für Moorwirtschaft kam er 1954 an die neu gegründete Moorforschungsstelle nach Bernau, die er bis zu seiner Pensionierung 1978 leitete. Mit seiner Ehefrau und 4 Kindern lebte er bis zu seinem Tode im Juli 2004 in Bernau.
Lange Jahre vor Gründung der BN-Ortsgruppe war er als Mitglied im Naturschutzbeirat des Landkreises Rosenheims und als BN-Ortsbeauftragter aktiv.
Im Naturschutzbeirat, dem er Jahrzehnte angehörte, verging in den 1970er und 1980er Jahren keine Sitzung, in der er nicht einen wunden Punkt im Landkreis ansprach. Es ging dabei u.a. um den Schutz der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, den landkreisweiten Torfabbau und die Unterschutzstellung des Geigelsteins.
In den 70 und 80er Jahren entwickelte sich den BUND Naturschutz durch Gründung von Kreis- und Ortsgruppen zu einem modernen Umweltschutzverband. Am 11. April 1984 gründete Dr. Hans Schmeidl die BN-Ortsgruppe Bernau, die er bis 1991 als 1. Vorsitzender führte. Die Ortsgruppe hatte damals 47 Mitglieder, Anfang 2026 waren es ca. 180 Mitglieder.
Obwohl ihm sein Einsatz gegen den weiteren Torf-Abbau im JVA-Gelände, in der Kendlmühlfilzen und dem Kühwampenmoos ihm beruflich große Nachteile einbrachte, setzte er sich mit hohem Sachverstand und Kämpferherz für den Erhalt dieser Moore ein. Mit seinem Wirken hat Dr. Schmeidl dazu beigetragen, großflächige Zerstörungen zu verhindern und den Erhalt der Moore zu sichern.
Damit war er seiner Zeit weit voraus: So werden heute, unter anderem von der Bayerische Staatsregierung im Klimaprogramm Bayern, der Erhalt intakter Moore als Kohlenstoffspeicher und die Renaturierung gestörter Moore als sehr wichtigen Baustein zum Klimaschutz gefordert.
Dr. Schmeidl war Wissenschaftler. In der Moorforschungsstelle Bernau hat er die Entwicklung der ökologischen und standörtlichen Verhältnisse des Hochmoors im unberührten und kultivierten Zustand erforscht. Neben der Grundlagenforschung zum Kleinklima und der Hydrologie der Hochmoore hat er in den ersten Jahren ein landwirtschaftliches Versuchsprogramm durchgeführt. Bodenbearbeitung, Düngung und die Versorgung mit Spurenelementen waren die Schwerpunkte.
Über 10 Beobachtungsjahre verglich er den Wasserhaushalt und das Klima einer kultivierten und einer unberührten Hochmoorfläche miteinander. Die Erkenntnisse daraus bilden die wissenschaftlichen Grundlagen des heutigen Moorschutzes. Moorschutz = Hochwasserschutz = Artenschutz = Klimaschutz.
Mit seinen Forschungen hat Dr. Schmeidl dazu beigetragen den Erhalt von Mooren zu sichern.
Dr. Hans Schmeidl war auch ein anerkannter Palynologe, ein Experte für die Pollenanalyse (Blütenstaubuntersuchung). Mit der Pollenanalyse, ähnlich wie bei der Analyse eines Eisbohrkerns können Datierungen und klimatische Veränderungen erfasst und beschrieben werden.
Mit der Linde möchten wir an Dr. Hans Schmeidl erinnern, der als Mensch, (Ehemann, Vater, Großvater,) Moorforscher, Naturschützer und Heimatbuch-Autor in seinem langen Leben Werte geschaffen hat, die weit über sein Lebensende hinaus Bestand haben.
Bernau, 11. April 2026
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Vorstand der Ortsgruppe Bernau
Diskussion zum Bürgerentscheid Hitzelsberg
Im November 2024 hat der Bürgerentscheid stattgefunden, in dem über die Zukunft des Hitzelsbergs entschieden wurde, und zwar, dass dieser von weiterer Bebauung freigehalten werden soll. Die Bürgermeisterin hat im Bernauer vom August Stellung zum weiteren Vorgehen der Gemeinde dazu bezogen. Sie betont darin, dass aktuell keine weiteren Planungen auf dem Hitzelsberg verfolgt werden. Vielen Bürger:innen ist vielleicht nicht klar, dass ein Bürgerentscheid in Bayern leider nur für ein Jahr Gültigkeit besitzt. Danach können sehr wohl neue Tatsachen geschaffen werden. Die Bernauer:innen haben aber mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck gebracht, dass sie eine weitere Bebauung grundsätzlich ablehnen.
Was passiert nun, wenn, Ende November, die Bindungsfrist des Bürgerentscheids abgelaufen ist? Der Vorschlag, den Hitzelsberg auf Dauer zu sichern, indem dem Bund Naturschutz Bayern, vertreten durch die Ortsgruppe, eine Treuhänderschaft übertragen wird, wurde im Gemeinderat abgelehnt.
Die Bürgermeisterin argumentiert, dass durch diese sogenannte Grunddienstbarkeit nachfolgende Generationen oder Gemeinderats-Gremien zu sehr eingeschränkt würden, was nicht zulässig sei. Wenn man dieser Logik folgt, muss man allerdings auch feststellen, dass durch den Erlass von Bebauungsplänen und die daraus resultierende Bebauung von Flächen den nachfolgenden Gremien erst recht kein Handlungsspielraum mehr zur Verfügung steht.
Es ist wahr, dass das Landratsamt derzeit die Ausweisung als geschützter Landschaftsbestandteil prüft. Allerdings wissen wir noch nicht, in welchen Grenzen dieses Schutzgebiet ausgewiesen werden soll, und es besteht die Gefahr, dass zu viel Rücksicht auf die Interessen der Grundstückseigentümer genommen wird. Die Gemeinde sollte wirklich den Bürgerwillen ernst nehmen und Vorschläge machen, wie die Freihaltung des Hitzelsbergs dauerhaft gewährleistet werden kann.
P.O.
Ferienprogramm BN Bernau 2025 in der Kendlmühlfilzn

Am 22. August fanden sich fünf Kinder ein, um gemeinsam mit den beiden Betreuerinnen nach Rottau zur Kendlmühlfilzn zu radeln. Dort nahm uns die Leiterin des Museums Klaushäusl auf eine spannende Tour durch das Moor mit, auf der wir den vom Regen des Vortags vollgesogenen Moorboden unter den Füßen spüren konnten. Wir lernten die bunten Torfmoose und den Insekten-fressenden Sonnentau kennen (Foto) sowie ihre Strategien, im Moor zu überleben. Mit einem kühlen Fußbad im Kneippbecken klang der Nachmittag aus.
P.O.
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2025 der BN-Ortsgruppe Bernau
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2025 der BN-Ortsgruppe Bernau
am Dienstag, 01. April, 19.30 Uhr
im Gasthof Kampenwand, Aschauer Str.22, 83233 Bernau
Programm:
Vortrag: “Ist die Wärmepumpe für mein Haus geeignet?”, Einsatz im Gebäudebestand bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, mit Gerhard Marx, Enegieberater der Verbraucherzentrale Bayern und Heizungsbaumeister
Anschließend: Jahresbericht der 1. Vorsitzenden,
Kassenbericht der Schatzmeisterin, Entlastung des Vorstands,
Aussprache zu den Berichten
Aktivitäten der Kreisgruppe
und Ausblick, Diskussion, Anträge, Anregungen
Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch, natürlich auch von Nichtmitgliedern.

Baumfällungen und Hitzelsberg - März 2025
Stillstand am Hitzelsberg
Der Hitzelsberg ist weiterhin ein wichtiges Anliegen des BN. Durch den positiv beschiedenen Bürgerentscheid vom 24. November '24 ist die Gemeinde verpflichtet, dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft keine Bebauung des Gebiets stattfindet und die hohe ökologische Wertigkeit erhalten bleibt. Allerdings vermisst man Bemühungen oder Aussagen der Bürgermeisterin in dieser Richtung. Die Ausweisung als Geschützter Landschaftsbestandteil, vom BN vor fünf Jahren beantragt und vom Landratsamt bereits zugesagt, kommt nicht so recht voran. Seit 2021 gibt es bereits eine Verordnung, seitdem warten wir auf deren Inkrafttreten. Auch die Stellungnahmen der „Träger öffentlicher Belange“ zum Chaletdorf wurden bisher weder dem Gemeinderat noch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei gibt es berechtigte Zweifel daran, ob die Planungen wirklich im besten Einvernehmen mit den Behörden erfolgt waren, wie immer vom Investor beteuert wurde. Die Mehrheit der Gemeinderäte scheint das aber nicht zu interessieren.
Baumfällungen am Seeufer
Im Februar wurde der BN von erschrockenen Bürger:innen über die umfangreichen Baumfällungen am Seeufer und an der Birkenallee informiert. Daraufhin wendeten wir uns an die Gemeinde mit der Bitte um eine Erklärung, warum die Fällungen so massiv ausgefallen waren. Bei einem Ortstermin mit dem Gärtner und Baumgutachter der Gemeinde, dem Bauhofleiter und der Bürgermeisterin wurde uns erklärt, warum die Weiden, Pappeln und Eschen der Motorsäge zum Opfer gefallen waren. Da sie im Geltungsbereich der Chiemsee-Schutzverordnung gestanden hatten, hätte eigentlich eine Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) eingeholt werden müssen. Durch die Argumentation der „Verkehrssicherungspflicht“ konnte diese jedoch umgangen werden. Leider nimmt in der heutigen Zeit immer mehr die Mentalität überhand, Haftung und Eigenverantwortung auf Dritte (in diesem Fall auf die Gemeinde) abzuwälzen. Dies führt teilweise zu absurden und überzogenen Vorsichtsmaßnahmen. Man sicherte uns zu, dass die noch stehenden Bäume nicht mehr gefährdet seien (Fällungen und Rückschnitte sind ohnehin nur bis zum 28.02. erlaubt), und dass ab dem Herbst 2025 bei Baumarbeiten im Bereich der Chiemsee-Schutzverordnung die UNB im voraus miteinbezogen werde.


LKW-Unfälle auf der Autobahn
Immer wieder passieren schwere LKW-Unfälle am Bernauer Berg, die das Auslaufen von mehreren hundert bis tausend Litern Öl oder Diesel zur Folge haben. Dadurch werden das Moosbachtal (kartiertes Biotop), der Moosbach selbst und der Irschener Winkel massiv bedroht. Deshalb hat sich die BN Ortsgruppe an Verantwortliche und Politiker gewandt, um hier endlich eine Lösung zu finden und die wertvollen Lebensräume zu schützen. Sie hat Briefe bzw. E-Mails an die bayerischen Minister Hermann und Glauber und an die Autobahn GmbH geschrieben. Die Antwort war, dass bereits Abhilfemaßnahmen in Form von Fertigschächten in Planung sind. Mit ihnen kann kurzfristig und unabhängig von dem geplanten Vollausbau der A8 erreicht werden, dass Öl und andere Schadstoffe zurückgehalten und sachgemäß entsorgt werden können. Allein die Finanzierung dafür steht auf wackeligen Beinen. So werden wir uns weiterhin mit Vehemenz dafür einsetzen, dass diese dringend nötige Maßnahme auch finanziert wird, und sind bereits in Dialog getreten mit dem Bundesverkehrsministerium und den Bundestagsabgeordneten in unserer Region. Und wir befürworten natürlich auch Maßnahmen, die helfen, solche Unfälle von vorneherein zu verhindern, und die bereits von der Polizei angedacht werden, wie eine weitere Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit und eine strikte Überwachung derselben.
P.O.













