Zur Startseite

Wasserburg am Inn

Willkommen bei der Ortsgruppe Kolbermoor!

Vorsitzender:
Ralf Exler
Bodenseestraße 27
83059 Kolbermoor
Tel. 017698815062
Email: kolbermoor@bund-naturschutz.de

Termine

Treffen der Ortsgruppe

Unser nächstes Treffen ist am Dienstag, 11. Juni um 20°°
in der Cafeteria des Bürgerhauses "Mangfalltreff", Von-Bippen-Str. 21
Dazu sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.
 

 


30 Jahre Naturschutz im Tonwerkgelände

Der Bund Naturschutz hatte ins Kolbermoorer Heimatmuseum eingeladen, um über die Entstehungsgeschichte des Tonwerkgeländes und den vor über dreißig Jahren erzielten Erfolg für den Naturschutz zu informieren. Hoch erfreut konnte Klaus Dehler, erster Vorsitzender der Ortsgruppe, über 50 Besucherinnen und Besucher begrüßen.

Wie positiv sich die Natur auf dem ehemaligen Lehmabbaugebiet im Laufe der Jahre entwickelt hat, zeigte Katharina Meidinger anhand von Fotografien. Bereits im Jahr 1986, kurz nach Beendigung des Tonabbaus, hatte sie dazu aufgefordert, das Gelände der Natur zurückzugeben. Peter Glas, der damalige Sprecher einer 1988 gegründeten Bürgerinitiative „Natur m Tonwerkgelände - NIT“ erinnerte an die heftigen Debatten im Kolbermoorer Stadtrat, eine vielbeachtete Podiumsdiskussion und die Übergabe von mehr als 3500 Unterschriften zum Erhalt der Natur und gegen den Bau eines Volksfestplatzes und Sportflächen auf dem Gelände. Ausdrücklich hob er hervor, dass nur mit den vielen engagierten Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger ein solcher Erfolg möglich wurde. Besonders bedankte er sich beim ehemaligen Landrat Dr. Gimple, der schließlich den Ankauf mit Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds zustande brachte.

Im Heimatmuseum, zwischen den Ziegelsteinen und Dachziegeln des Tonwerks sitzend, verfolgten die Anwesenden mit großem Interesse die Industriegeschichte, die Stefan Reischl, der Vorsitzende des Heimatmuseum-Fördervereins ausführte.

Anschließend machte sich die Besuchergruppe, mit all diesen geschichtlichen Informationen im Gepäck, auf den Weg zu einem sonnigen Spaziergang raus in die Natur.

An der Südseite des Tonwerkgeländes angekommen, erklärte Alfred Ringler, der als renommierter Diplom Biologe die Feuchtwiesen schon längere Zeit beobachtet, die besondere Bedeutung dieses Sekundärbiotops. Hier könne man studieren, wie und in welchem Zeitraum sich Pflanzen und Tiergesellschaften wieder angesiedelt hätten. Einmalig wäre auch die Lage dieser „Oase“ inmitten von sonst bebauten Flächen. An der folgenden Schautafeln des Landkreises erklärte Michael Werner, die Bedeutung des nach der letzten Eiszeit entstandenen „Rosenheimer Sees“ in dem sich der Seeton ablagerte. Vorbei am Lehrbienenstand, an dem Markus Heimbuchner den Bienenzuchtverein kurz vorstellte, konnte man nochmals einen Blick auf die Wasserflächen mit dem Wendelstein im Hintergrund werfen. Mit sehr zufriedenen Kommentaren von allen Seiten und Freude über die schöne Wanderung endete dieser Sonntagnachmittag.

Katharina Meidinger


Viele Helfer bei Pflegeaktion

Mit so vielen helfenden Händen hatten die Organisatoren des Bund Naturschutz Kolbermoor nicht gerechnet. Mehr als zwanzig Erwachsene und Kinder waren zum Tonwerkgelände gekommen und packten kräftig mit an. Wie jedes Jahr wurde das Schilf an den Aussichtspunkten gemäht und mit Rechen und Heugabel an den Rändern aufgehäuft. So verbuschen diese Flächen nicht, bieten sonnen liebenden Tierarten einen warmen Platz und zusätzlich allen Spaziergängern eine schöne Aussicht auf die Wasserflächen. Um diesen Zustand dauerhaft zu erhalten, müssen auch die steilen Lehmkanten, die den früheren Tonabbau noch erahnen lassen, gemäht werden. Michael Werner, der mit seinem Sohn Paul diese Arbeit übernommen hat, meint, dies sei zwar eine „Schinderei“, die sich aber lohne. Nicht zuletzt sehe man dies an der positiven Entwicklung der Natur in diesem Sekundärbiotop, auf dem bis 1986 noch industriell Lehm für die Ziegelherstellung abgebaut wurde.

Gegen Mittag konnte sich dann die fröhliche Helfergemeinschaft mit Brezen, Kuchen, Tee und Kaffee stärken und Klaus Dehler, der Vorsitzende des Bund Naturschutz bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit und das Interesse am Naturschutz.

Katharina Meidinger


Hornissen - oft verkannt

©Johannes Selmansberger

Hornissen sind vom Wesen her Menschen gegenüber friedlich und tolerant. Sie ernähren sich von Insekten und verschmähen Süßes, wie Obst oder Kuchen.

Viele interessante Informationen zu den Hornissen gibt es hier


Pressemitteilung des Landesverbands zur Trassenauswahl des Brennernordzulaufs

Verkehr

München/Rosenheim

Vorstellung der Brenner-Nordzulauf-Vorzugstrasse: BUND Naturschutz lehnt violette Trassenempfehlung ab

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern Klaus Dieter Josel haben heute gemeinsam das Ergebnis des Trassenauswahlverfahrens präsentiert. Der BUND Naturschutz lehnt die von der Bahn als violett gekennzeichnete Trasse als Ergebnis des Auswahlverfahrens ab. Mit dieser Trassenempfehlung ist die von vielen geforderte Tunneltrasse „Violett“ Wirklichkeit geworden. Unter anderem führten die technischen Probleme mit dem Seeton in den Rosenheimer Stammbeckenmooren dazu, dass die violette Trasse die Vorzugstrasse geworden ist.

„Nach wie vor ist aus unserer Sicht der Bedarf noch nicht ausreichend geprüft, stellt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz fest. „So muss die Ertüchtigung des Bestandes, mit Schutzmaßnahmen gegen Lärm und Erschütterung nach Neubaustandard in die Alternativen-Prüfung aufgenommen werden und der notwendige Anschluss an den Güter-Ostkorridor zwischen Landshut, Mühldorf und Freilassing muss zwingend Berücksichtigung finden“, fordert Geilhufe weiter.

Im Sinne des Klimaschutzes befürwortet der BUND Naturschutz als Umwelt- und Naturschutzverband ganz klar den Ausbau der Bahn, auch um mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Der BN sieht aber im Fall des Projekts „Brenner-Nordzulauf“ enorme Kosten, gravierende Eingriffe in die Landschaft und Risiken für Mensch und Natur. Zudem ist unklar, welche Anreize es für Logistikunternehmen geben soll, ihre Güter auf die Schiene zu bringen. Deshalb fordert der BN ein klares Bekenntnis und ein schlüssiges Gesamtkonzept für eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene.

„2023 soll es eine neue Verkehrsprognose geben. Dann wird man sehen, ob ein Bedarf glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt wird und ob die bau- und betriebsbedingten Belastungen für die Anwohner*innen und die umfangreichen Eingriffe in Natur und Landschaft in irgendeiner Weise zu rechtfertigen sind.“, so Peter Kasperczyk, Vorsitzender der Kreisgruppe Rosenheim, generell zu den Ausbauplänen.

Aus Sicht des BN kann auch die ermittelte Vorzugsvariante wegen der mit dem Ausbau verbundenen erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft z.B. zwischen Tuntenhausen und der Innquerung bei Rosenheim, aber auch wegen der Belastung der Anwohner*innen durch Bau und Betrieb nicht als gute Lösung bezeichnet werden.

Der Verlust von Flächen in der geplanten Größenordnung bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Fortpflanzungs- und Lebensräume (z.T. streng geschützter)  heimischer Tier- und Pflanzenarten, einen Eingriff in die Grundwasserneubildung und den Verlust an landwirtschaftlichen Produktionsflächen.
Auch bei der violetten Variante werden landwirtschaftliche Nutzflächen (vor allem Grünland), Wald und Moorböden in Anspruch genommen. Die Bau- und anlagenbedingte Flächeninanspruchnahme kann bis zu 135 ha betragen und bis etwa 45 ha werden obertägig versiegelt. Des Weiteren kommt Versiegelung für die Verknüpfungsstellen dazu und ferner sind bis zu 22 Trinkwasserschutzgebiete betroffen.


Für Rückfragen:
Martin Geilhufe, Landesbeauftragter Tel.: 0172/7954607
BN Kreisgruppe Rosenheim: Tel.: 08031/ 12882

Unsere Pressemitteilungen finden Sie auch online: www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen

BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Landesfachgeschäftsstelle München
Pettenkofer Str. 10a
80336 München
Fax. +49 89 54829818
Tel. +49 89 54829863