Willkommen bei der Ortsgruppe Kolbermoor!

Vorsitzende: Katharina Meidinger
Ottostr. 5
83059 Kolbermoor
Tel. 91776

Die Führungsmannschaft der Ortsgruppe

von links: Hans Mehlstäubl (Beisitzer), Sepp Schrödl (Beisitzer), Michael Werner (Beisitzer), Gertrud Helbich (Beisitzerin), Ralf Exler (Beisitzer), Katharina Meidinger (Vorsitzende), Michael Schwägerl (Kassier), Klaus Dehler (stellv. Vorsitzender)

Termine

Treffen der Ortsgruppe

Unser Treffen im Mai fällt wegen der Pfingstferien aus

 

 

 

 


Erster Kolbermoorer Erlebnistag

Am Samstag, den 14.4.2018 fand auf dem Platz vor dem Rathaus und im Rathaus selbst der 1. Kolbermoorer Erlebnistag statt. Dabei drehte sich alles im weitesten Sinn um Energiewende und Nachhaltigkeit.

Der Bund Naturschutz, unterstützt von der Grünenliste Kolbermoor, war mit einem Stand vertreten. Unser Ziel war die Information der Kolbermoorer Bürger über die Planungen der Deutschen Bahn von möglichen Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel. Wir hatten dazu auch zwei Herren der Deutschen Bahn eingeladen, die den Standbesuchern Auskunft über den aktuellen Planungsstand und das Planungsverfahren gaben. Unser Stand war sehr gut besucht und es entwickelten sich viele interessante Gespräche. Den meisten Mitbürger war nicht bekannt, dass eine mögliche Bahntrasse über Loholz, Schlarbhofen und weiter Richtung Bad Feilnbach und Brannenburg verlaufen kann. Dazu konnten wir die Bürger über unser Flugblatt „Wussten Sie schon…“ umfassend informieren.

Eine Verlagerung notwendiger Gütertransporte auf die Schiene ist grundsätzlich sinnvoll, wenn dadurch tatsächlich eine Entlastung der Anwohner und der Umwelt erzielt wird. Nach Meinung des Bund Naturschutz ist durch eine Reduzierung des LKW-Verkehrs über den Brenner und der Ausschöpfung der Kapazität der bestehenden Bahnstrecke eine Neubaustrecke vermeidbar. Die bestehende Bahnstrecke in Verbindung mit den längeren Zügen, die nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels möglich sind, hat genügend freie Kapazität um auch den größten Teil des für das Jahr 2030 vorhergesagten LKW-Verkehrs auf die Schiene verlagern zu können.

Viele, die diese Meinung teilten und Interesse haben einer eventuell neu zu gründenden Bürgerinitiative beizutreten, haben sich in unserer Unterschriftenliste eingetragen um regelmäßig Informationen zu bekommen.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

 

Klaus Dehler

 


Giftpflanzen im Hausgarten

Im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung hatte der Bund Naturschutz zu einem Vortrag über giftige Pflanzen eingeladen. Silja Horak, die sich als Apothekerin und Beraterin von Obst- und Gartenbauvereinen intensiv mit diesem Thema befasst, erklärte zu Beginn, dass sie das Bewusstsein für Giftstoffe in Zier-und Gemüsepflanzen schärfen wolle, um möglichen Vergiftungsfällen vorzubeugen. Gefährdet seien hier besonders Kinder, die unbedacht Pflanzenteile und Früchte essen oder berühren. Auch beim Sammeln von Wildkräutern für Tee und Salate kämen immer wieder Verwechslungen mit Giftpflanzen vor.

In ihrem spannenden Vortrag zeigte Frau Horak Fotos der wichtigsten Giftpflanzen, die sich in unseren Hausgärten befinden können. Der Eisenhut, ein Hahnenfußgewächs, steht als giftigste Staude Europas gleich an erster Stelle. Seine Wurzelknollen enthalten das Alkaloid "Aconitin“, bei dem geringe Mengen schon tödlich sein können. Dieser Giftstoff wird auch leicht über die Haut aufgenommen, so dass bei der Gartenarbeit unbedingt Handschuhe getragen werden sollten. Auch der Rittersporn, eine beliebte Blütenpflanze, enthält in geringerer Dosis dieses Gift, das zu Atemlähmung und Herzversagen führen kann. Hochgiftig sind auch alle Pflanzenteile der Eibe, einem Nadelbaum, der das Zellgift "Taxin" enthält. Da dieser Stoff die Zellteilung blockiert, wird Taxin medizinisch in der Behandlung von Krebs genutzt.

Die Pflanzenfamilien der Hülsenfrüchte und Nachtschattengewächse enthalten ebenfalls verschiedene Giftstoffe. So kann der Verzehr der Samen von Goldregen und Lupinen Krämpfe und Halluzinationen auslösen. Auch das hitzebeständige Solanin, das in allen grünen Teilen von Kartoffeln und Tomaten enthalten ist, reizt und schädigt die Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt sehr stark. Deshalb sollten alle grünen Stellen und Keime der Kartoffeln ausgeschnitten werden und unreife, grüne Tomaten nicht gegessen werden. Garten- und Feuerbohnen sollten gut durchgekocht werden, denn dadurch wird das "Lektin" zerstört, das bereits in kleinen Mengen zu heftigen Verdauungsbeschwerden führen kann.

In einigen Pflanzen sind Herzglykoside enthalten, die zu Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzversagen führen können. Die bekannteste Blütenpflanze ist hier der Fingerhut (Digitalis purpurea), dessen Blätter hochgiftig sind. Der Wirkstoff wird medizinisch als Ausgangsstoff für Herzmedikamente gegen Herzschwäche und Rhythmusstörungen eingesetzt, wo der Wirkstoff in geringen Dosen zum Einsatz kommt. Auch in den Blättern von Maiglöckchen befindet sich dieser toxische Inhaltsstoff. Besonders im Frühjahr muss deshalb darauf geachtet werden diese Blätter nicht mit den essbaren Bärlauchblättern zu verwechseln. Viel fataler sind hingegen Verwechslungen mit Herbstzeitlosen-Blättern, die ebenfalls auf feucht-schattigen Standorten wie Bärlauch wachsen.

Zum Abschluss ihrer Ausführungen wies Frau Horak darauf hin, dass es viele Pflanzen gibt, die bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen können. Wolfsmilchgewächse, wie der Wunderbaum (Rizinus), dessen Samen auch ein tödlich wirkendes Lektin enthalten, können starke Hautreizungen auslösen, wie auch Thuja-Arten und Efeu. Besondere Vorsicht ist beim Riesenbärenklau geboten, bei dem nach der Berührung und Sonnenbestrahlung eine sogenannte phototoxische Reaktion, mit starker Hautrötung und Blasenbildung eintritt.

Nach dem Hinweis auf den "Giftnotruf München" Tel. 089/19240 und dem Tipp, vorsichtshalber immer Handschuhe bei der Gartenarbeit zu tragen, bedankten sich die Zuhörer mit viel Beifall bei der Referentin.

 

Katharina Meidinger