Willkommen bei der Ortsgruppe Kolbermoor!

Vorsitzende: Katharina Meidinger
Ottostr. 5
83059 Kolbermoor
Tel. 91776

Die Führungsmannschaft der Ortsgruppe

von links: Hans Mehlstäubl (Beisitzer), Sepp Schrödl (Beisitzer), Michael Werner (Beisitzer), Gertrud Helbich (Beisitzerin), Ralf Exler (Beisitzer), Katharina Meidinger (Vorsitzende), Michael Schwägerl (Kassier), Klaus Dehler (stellv. Vorsitzender)

Termine

Treffen der Ortsgruppe

Unser letztes Treffen für dieses Jahr ist am Dienstag, den 11. Dezember um 20 Uhr in der Cafeteria des Mangfalltreffs, Bürgerhaus Kolbermoor, Von-Bippen-Str. 2. Gemütlicher vorweihnachtlicher Jahresausklang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Pflegearbeiten auf dem Tonwerkgelände

Ende November trafen sich wieder Mitglieder und Freunde des Bund Naturschutz zu einer Pflegeaktion auf dem Tonwerkgelände. Bei noch recht warmen Temperaturen und Sonnenschein kamen die Helfer mit dem Mähen und Freischneiden der Aussichtspunkte gut voran. Nach dem schwierigen Ausmähen der steilen, ehemaligen Lehm-abbaukanten wurde in Teamarbeit das Mähgut mit Rechen und Heugabeln beiseite geräumt. Bis zur Mittagszeit waren alle geplanten Pflegemaßnahmen durchgeführt und alle Helfer, die immer wieder ehrenamtlich mitarbeiten, freuten sich über eine Brotzeit. Anschließend bedankte sich Katharina Meidinger bei der gesamten aktiven Gruppe. Sie erinnerte daran, dass inzwischen fast 30 Jahre vergangen sind, seit der industrielle Lehmabbau eingestellt wurde und sich die Natur dieses „Paradies aus zweiter Hand“ zurückerobern konnte. Damals musste der Bund Naturschutz gemeinsam mit der Bürgerinitiative “NIT“ um den Schutz des Tonwerkgeländes kämpfen, denn zu dieser Zeit sollte nach Plänen der Stadt das Gebiet für einen Volksfestplatz und Sportanlagen genutzt werden. Erst nachdem 3500 Unterschriften für den Erhalt der Feuchtflächen gesammelt worden waren und der Landkreis die Biotopflächen mit Zuschüssen aus dem Bayerischen Naturschutzfond erworben hatte, stand fest, dass sich hier die Natur weiterentwickeln konnte. So ist die Insel mit ihren Schilfrändern im westlichen Weiher zu einem ungestörten Rückzugsgebiet für seltene Vögel, wie Teich- und Sumpfrohrsänger, Sumpfmeisen und Graureiher geworden. In den Sommermonaten kann man an den sonnigen Uferbereichen Libellen, Schmetterlinge und Frösche beobachten und in der Dämmerung den Fledermäusen bei ihrer Insektenjagd zuschauen.

 

 



Volksbegehren gegen den zu hohen Flächenverbrauch

Verfassungsgerichtshof lehnt Volksbegehren Flächenfraß ab

BUND Naturschutz zeigt sich enttäuscht über Ablehnung

Der bayerische Verfassungsgerichtshof (BayVerfGH) hat heute (17.7.2018) seine Entscheidung verkündet:Das Volksbegehren gegen den Flächenfraß wird nicht zugelassen. Die Richter lehnten das Volksbegehren aus formalen Gründen ab, da aus ihrer Sicht der Gesetzentwurf des Bündnisses nicht „bestimmt“ genug ist. Die Abweisung beinhaltet somit keine Aussage über das Ziel der Flächenreduzierung als solches, sondern dem Gericht fehlen beispielsweise konkretere Vorgaben, wie dieses Ziel von den Kommunen umgesetzt werden soll.

Der BUND Naturschutz hat angekündigt den Schutz von Landschaft und Boden, trotz der Nichtzlassung des Volksbegehrens zu einem der zentralen Themen im Landtagswahljahr zu machen.

 

Die Enttäuschung im Trägerkreis und bei den vielfältigen Unterstützern ist groß. Genauso groß ist aber der Wille, weiter für eine deutliche Reduktion des Flächenfraßes zu kämpfen und dieses  Ziel massiv in den Wahlkampf hineinzutragen. Daher wird es sowohl lokale als auch überregionale Aktionen geben, unter anderem wird sich das Bündnis an einer zentralen Großveranstaltung am 6. Oktober beteiligen, die unter dem Motto „Mia hams satt – Bauernhöfe statt Agrarfabriken und Natur statt Flächenfraß“, steht.

 

„Wir sind enttäuscht über die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs, denn das Volksbegehren wäre eine wichtige Voraussetzung gewesen, den Flächenfraß zu reduzieren. Während der letzten Monate ist klar geworden, dass der ausufernde Flächenfraß in der Bevölkerung auf großen Widerstand stößt. In allen Regierungsbezirken Bayerns gehen die Menschen gegen Straßenneubauprojekte, Gewerbehallen und Einkaufszentren auf der grünen Wiese auf die Straße. Die gnadenlose Zerstörung Bayerns werden wir zu einem der zentralen Themen des Landtagswahlkampfs machen und am 6.10. dagegen demonstrieren.“ Kommentiert Richard Mergner, Landesvorsitzender.