Stellungnahme zum Bahnhofsgelände Nord

20. Änderung des Flächennutzungsplanes Bahnhofsgelände
Bebauungsplanverfahren Nr. 149 “Bahngelände Nord” in der Fassung vom 14.02.2007

Grünanlagen
Grünfläche am Südtiroler Platz
Gegenüber der bisherigen Planung ist erfreulicherweise eine Vergrößerung mit teilweiser Nutzung des alten Baumbestandes feststellbar. Weitere Verbesserungen in diesem Sinne sind möglich, etwa durch geringfügige Verschiebung des Busbahnhofes und Verkleinerung der Kurzzeitparkplätze.

Grünfläche im Bereich der Entwicklungsflächen
Nach wie vor  fehlt eine größere parkähnliche Grünfläche zwischen den Entwicklungsflächen zur Erholung für Nutzer und Anwohner; einfache oder doppelte Baumreihen sind zu wenig.

Weitere Baumpflanzungen
Nicht nur aus ökologischen und optischen Gründen, sondern auch als Schattenspender sollten Bäume am P+ R – Parkplatz und am Kurzzeitparkplatz fest eingeplant werden.
An der Südseite der Münchener Straße sollte anstelle der lückenhaften und eher unverbindlichen Pflanzung auf Privatgrundstücken eine durchgehende Allee auf kommunalem Grund als Pendant zur Nordseite geschaffen werden.

Vorgehen im westlichen Teil des Planungsgebiets
Die Entwicklung kann Jahre oder Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Es besteht kein Anlass, Bäume oder Grünflächen dafür vorzeitig zu opfern. Gebiete mit seltenen Arten  - wie sie dort erfreulicherweise gefunden wurden - sollten so lange wie möglich erhalten bleiben.

Fußwege, Fahrrad-Wege und Fahrrad-Verkehr
Unterführung im Bahnhofsgelände
Laut Auskunft der planenden Behörden und Firmen ist der Bau einer zweiten Unterführung ohne Gleisanschluss im Bereich der Entwicklungsflächen in den nächsten Jahren kaum denkbar und in der aktuellen Planung nicht mehr vermerkt. Deshalb kommt der Unterführung am Bahnhof selbst eine hohe Bedeutung zu. Es wäre ein kapitaler Fehler für die Stadtentwicklung, sie nur als  Zugang zu den Zügen zu betrachten. Vielmehr sollte sie auch eine Stadtteilverbindung für Fußgänger und Radfahrer sein. Dazu muss sie zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher benutzbar sein. Ein Zugang nur im Bahnhofsgebäude kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Unterführung sollte so ausgeführt werden, dass Fahrräder nicht nur geschoben, sondern auch gefahren werden können.
Als Alternative bietet sich an, die neue Unterführung im Wesentlichen als Gleiszugang zu nutzen sowie die alte Unterführung – nun ohne Treppen zu den Gleisen –  bis zur Südseite zu verlängern und befahrbar zu gestalten.

Fahrrad-Abstellanlagen
Offenbar sind bei der Planung die Zahlen aus der MVV-Bedarfsermittlung zugrunde gelegt worden. Diese wurden jedoch bei schlechtem Wetter im November 2001 erfasst; eine Unterführung war nicht einkalkuliert.
Für eine zukunftssichere Planung halten wir eine minimale Zahl von insgesamt 1.500 überdachten hochwertigen Radständern für angemessen, auch wegen der gesteigerten Attraktivität. Der Bedarf im Süden dürfte entgegen der Annahme in der Begründung auf ein Vielfaches ansteigen; der Zugang zu den Zügen wird ja durch die Unterführung weit einfacher als über den alten Kleppersteg.

Stadtbahn-Anbindung
Eine mögliche Trasse für eine Stadtbahn (wie sie anderswo hervorragend funktioniert) ist in der aktuellen Planung nicht erkennbar.

P+R-Parkplätze
Der Bedarf an Parkplätzen am Bahnhof wäre geringer, wenn Rosenheim mehr für den ÖPNV und den Radverkehr tun würde. Auch zusätzliche Bahn-Haltestellen in anderen Stadtteilen Rosenheims und in den angrenzenden Gemeinden würden zur Entspannung der Parkplatz- und Verkehrslage beitragen.

 

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