Aktionen für die Opfer in Japan und den Atomausstieg

Seit der Katastrophe in Japan fanden in der Stadt Rosenheim und in Landkreisgemeinden wie Bad Aibling, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham, Prien und Wasserburg viele Aktionen für die Opfer und für einen raschen Atomausstieg statt. Getragen wurden die Veranstaltungen von Vereinen und Verbänden genauso wie von Parteien. Auch der Bund Naturschutz beteiligte sich aktiv daran.

Einerseits wollten die Teilnehmer ihr Mitgefühl mit den Menschen in Japan ausdrücken. In Schweigeminuten, mit Kerzen und weißen Tüchern – dem Zeichen der Trauer in Japan - gedachten sie der Opfer, gaben ihrer Hoffnung auf ein Ende der Kernschmelze Ausdruck und wiesen auf die Möglichkeiten zur Unterstützung der japanischen Bevölkerung hin.

Andererseits wollten die Menschen erreichen, dass bei uns die richtigen Folgerungen aus der Reaktorkatastrophe gezogen werden, nämlich der rasche und endgültige Ausstieg aus der menschenfeindlichen Atom-Technologie, der Umstieg auf erneuerbare Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung des Energiebedarfs. Mit Redebeiträgen, Gedichten, Transparenten und Informationsmaterial machten die Teilnehmer auf diese Anliegen aufmerksam. In Rosenheim fand auch eine Demonstration vom Ichikawa-Platz zum Max-Josefs-Platz statt. Viele nahmen natürlich an der Großkundgebung am 26. März auf dem Odeonsplatz in München teil (siehe Bild).

Am 25. April (Ostermontag) fand anlässlich des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl eine Zugfahrt zur Demonstration nach Günzburg statt, natürlich ebenfalls mit Beteiligung aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Das nahegelegene Atomkraftwerk Gundremmingen ist mit seinen beiden Siedewasserreaktoren das größte in Deutschland, und dort lagert weit mehr Atommüll als an jedem anderen Ort Deutschlands.

Am Samstag, den 28. Mai, gab es in München wie in 20 anderen Städten eine weitere Großdemonstration unter dem Motto "Atomkraft Schluss" statt. Wieder beteiligten sich viele Atomkraftgegner aus der Region Rosenheim am Demonstrationszug und an der Schlusskundgebung auf dem Königsplatz.

Bis in den Juni hinein wurden in Rosenheim und in einigen Orten im Landkreis jeweils am Montag weiter wöchentliche Mahnwachen veranstaltet.

Presseberichte:

Bad Aibling: Mahnwache für die Opfer in Japan...

Rosenheim: letzte Mahnwache im Regionalfernsehen...

Rosenheim/Prien: Atom-Proteste gehen weiter...

Rosenheim: Mahnwache zur dauerhaften Abschaltung des Kernkraftwerkes Isar I...

Wasserburg: Strahlungsangst macht vor Wasserburg nicht Halt...