B15 neu

B15 neu - tot oder nur scheintot?

Die autobahnähnliche B15 neu wurde als Gesamtprojekt nicht in den vordringlichen Bedarf des Entwurfs zum neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen: Im ganzen Bereich südlich von Landshut hat sie nur den Status "weiterer Bedarf mit Planungsrecht". Das ist ein großer Erfolg der Gegner dieses Projekts, insbesondere der Bürgerinitiative "Stop B15 neu" und des BUND Naturschutz!

Ortsumfahrung Landshut bleibt ein Thema
Allerdings finden sich die östliche und die südliche Ortsumfahrung Landshuts ab der Autobahn A92 als Neubauten im "vordringlichen Bedarf" des Entwurfs zum neuen Bundesverkehrswegeplan. Besonders nachteilig für Mensch und Natur wäre die vierstreifige östliche Ortsumfahrung bis zur B299. Sie würde Anwohner mit Lärm und Abgasen belasten und ökologisch sensible Gebiete wie die Isarhangleiten (FFH-Schutzgebiet) in Mitleidenschaft ziehen, ganz zu schweigen von Flächenverbrauch und Landschaftszerstörung. Auch das Umweltbundesamt hatte die Streichung der östlichen Ortsumfahrung wegen des großen Flächenverbrauchs, massiver Nachteile für den Naturschutz und hoher Emissionen gefordert.

Dabei gäbe es eine Alternative, die im Bundesverkehrswegeplan nicht berücksichtigt wurde: Durch eine stadtnahe, bereits im Flächennutzungsplan der Stadt Landshut aufgeführte "Osttangente" mit nördlicher und südlicher Anbindung an die B15 (alt) sowie die B299 könnte Landshut weit besser und kostengünstiger entlastet werden!

Dennoch begann Anfang 2020 das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt von der Autobahn A92 bis zur Kreisstraße LAs 14.

Weiterbau bis Rosenheim nicht ausgeschlossen
Eine Fortführung der B15 neu in Richtung A8 ist für die Zukunft nicht auszuschließen. Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ist jedenfalls ein zwei- bzw. dreispuriger Neubau bis zur Westtangente Rosenheim eingetragen, der leicht auf vier Spuren mit Standstreifen erweitert werden könnte, wie es generell für die B15 neu vorgesehen ist.

Auf welcher Trasse auch immer werden dann nicht nur neue wertvolle Flächen verbraucht und zerschnitten, intakte Natur (vermutlich auch Natura 2000-Gebiete) und Landschaft zerstört, sondern auch Gesundheit und Lebensqualität sehr vieler Menschen beeinträchtigt, vom Mehr an Energiebedarf und CO2-Ausstoß durch die höheren Geschwindigkeiten ganz zu schweigen. Dies alles widerspricht den grundsätzlichen Zielen des Bundesverkehrswegeplans, der von "Verkehrsverlagerung auf emissionsarme Verkehrsträger" spricht. Verkehrszahlen und -prognosen rechtfertigen den Bau einer B15 neu gar nicht.

Dennoch werden die Befürworter, unterstützt und finanziert von Straßenbau-, Baustoff- und Automobilkonzernen, auf dem Vorhaben beharren - und auch nichts für den wichtigen Ausbau der Bahnlinie Regensburg-Rosenheim tun.

Bundesverkehrswegeplan 2030:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bundesverkehrswegeplan-2030-gesamtplan.pdf

PRINS zum Bundesverkehrswegeplan:
https://www.bvwp-projekte.de/

PRINS zur östlichen Ortsumfahrung Landshut (B015-G070-BY-T01-BY):
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B015-G070-BY-T01-BY/B015-G070-BY-T01-BY.html

PRINS zur südlichen Ortsumfahrung Landshut (B015-G070-BY-T02-BY):
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B015-G070-BY-T02-BY/B015-G070-BY-T02-BY.html

PRINS zur B15 neu südlich von Landshut (B015-G999-BY):
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B015-G999-BY/SD_B015-G999-BY.pdf

PRINS zur Bahnstrecke Regensburg-Mühldorf-Rosenheim (2-039-V01):
https://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-039-V01/2-039-V01.html

BUND Naturschutz Landshut zur B15 neu:
https://landshut.bund-naturschutz.de/verkehrsprojekte/b-15-neu.html

Bürgerinitiative "Stop B15 neu", mit Hinweisen zu eigenen Stellungnahmen:
https://stop-b15-neu.de/

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