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Leserbrief zu den OVB-Artikeln über die Kathrein-Hotelpläne am Happinger See

Natur oder Profit am Happinger See?

Die Stadträtinnen und Stadträte in Rosenheim haben mit ihrem einstimmigen Beschluss zur Ausübung des Vorkaufsrechts am Happinger See die einzig richtige Entscheidung getroffen.

Dass jeder die große, nach Süden ausgerichtete Liegewiese mit dem herrlichen Ausblick auf See und Alpen weiter wie bisher nutzen kann, ist sicher sehr wichtig.

Es geht aber für die Stadt und ihre Bürger um viel mehr: Ein großes Hotel mit 100 Betten und entsprechend viel Personal in einem Landschaftsschutzgebiet widerspräche eindeutig dem Sinn und Zweck eines solchen Gebiets. Mit der Ruhe für die Natur außerhalb der Badezeiten wäre es dann vorbei. Das Nordufer des Happinger Sees würde mit einem riesigen Baukomplex im „Jodlerstil“ verschandelt, ausgestattet mit einem entsprechend großen Parkplatz. Ohne Baumfällungen ginge das keinesfalls ab! Erholungssuchende mit Auto bräuchten einen weiteren Parkplatz – der nächste Eingriff in die Natur. Badegäste müssten in sensiblere Uferzonen des Happinger Sees ausweichen und würden dort Fauna und Flora gefährden. Da Hotelgäste und -angestellte ja kaum mit dem Fahrrad kommen und gehen, würde die ganze Gegend, einschließlich der Ortschaft Happing selbst, noch mehr unter dem Autoverkehr leiden.

Vielleicht braucht Rosenheim zusätzliche Hotels, sicher aber keines, das wertvolle Natur und jahrzehntelang gewohnte Erholungsmöglichkeiten so rücksichtslos zerstört! Kann man von einem Dritten Bürgermeister nicht mehr Sinn für das Gemeinwohl erwarten?

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