Sudelfeld-Ausbau und staatliche Förderung - ein falsches Signal

Künstlicher Winter...
...oder sanfter Tourismus?

Seriöse Studien zeigen: Die Klimaerwärmung wird dem Pistenbetrieb in niedrig gelegenen Skigebieten wie dem Sudelfeld bald ein Ende bereiten, zumal sie in den Alpen doppelt so hoch ausfällt wie im globalen Mittel. Auch Deutschlands größte Beschneiungsanlage mit einem 155.000 Kubikmeter großen Speichersee und 250 Schneekanonen wird daran nichts ändern.

Dieses Projekt zerstört aber die eigentlich durch Verordnungen geschützte Landschaft, es gefährdet kartierte Biotope und seltene Arten wie das Birkhuhn, es ignoriert gravierende Bedenken hinsichtlich der Wasserverfügbarkeit und des Wasserhaushalts. Statt einen zukunftsfähigen sanften Tourismus zu fördern, subventioniert der bayerische Staat diese unsinnige Aufrüstung noch mit Millionen an Steuergeldern!

Deshalb hat sich der BUND Naturschutz zusammen mit dem Deutschen Alpenverein und vielen anderen Naturschutzverbänden gegen dieses Projekt gewehrt. Doch kurzfristige ökonomische Interessen wogen vor Gericht offenbar schwerer als der Schutz von Natur und Umwelt.

 

Zum Sudelfeld-Ausbau:

Zum Austritt des BN-Mitglieds Christian Schäfer (BN Oktober 2016)

"Bock des Jahres" fürs Sudelfeld (DAV Dezember 2014)

Kein Baustopp am Sudelfeld - BN und DAV bedauern gerichtliche Entscheidung (BN August 2014)

BN und DAV klagen gegen Beschneiung am Sudelfeld (BN Mai 2014)

 

Zu künstlicher Beschneiung und Klimaschutz in den Alpen allgemein:

Für Ziele lokal und regional handeln (OVB Oktober 2016)

Minister-Attacke auf Schneekanonen (OVB Oktober 2016)

Schneekanonen gegen den Klimawandel (Bundesregierung März 2015)

Der gekaufte Winter - Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen (BN Dezember 2015)

Auswirkungen des Klimawandels auf Skigebiete im bayerischen Alpenraum (DAV März 2013)

Der künstliche Winter (BN Februar 2007)