Gewerbegebiet Ramerberg an der Attel

In diesem Landschafts- und Kulturraum eine Katastrophe

von Wolfgang Matschke und Gert Gradler (BN Rott, BN Wasserburg)

11.08.2017

Natürlich gibt es gute Gründe für ein Gewerbegebiet unterhalb der altehrwürdigen Klosteranlage Attel nahe der B 15. Hier konnte der Bauinteressent ein Grundstück in verkehrsgünstiger Lage erwerben, es liegt in freier Wiese, Nachbarn werden nicht gestört, die Gemeinde hat kaum Gewerbegebiete, geringe Gewerbesteuereinnahmen und wie im Standortgutachten zu Alternativstandorten immer wieder zu lesen „Flächenverfügbarkeit nicht gegeben“. 

Würde es sich nicht um eine außergewöhnliche Lage handeln, wäre ja fast alles soweit in Ordnung. In diesem besonderen Landschafts- und Kulturraum ist es aber eine Katastrophe. Dabei geht es nicht nur um Sichtschutz – hier wird ein einmaliges Landschaftsbild mit hohem kulturhistorischem und naturschutzfachlichem Wert massiv gestört und es geht als solches unwiederbringlich verloren.

Es ist ein Gebot der Stunde, hier den Landschafts- oder Ensembleschutz auch in Verantwortung für nachkommende Generationen höher zu bewerten, als vordergründige Interessen Einzelner oder einer Gemeinde. 

Nicht umsonst haben unsere Verfassungsväter in Art. 141 (1) der Bay. Verfassung bestimmt, „kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten“.  Nach Art. 141 (2) haben die Gemeinden die Aufgabe, Natur und Landschaft zu schützen und zu pflegen. Auch das Landesentwicklungsprogramm Bayern fordert weitere Landschaftszersiedelung zu verhindern und Art. 6 des Bay. NatSchG spricht ebenfalls dagegen. Erst kürzlich wurde um den Erhalt des   Anbindegebotes heftig gestritten.Hier eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen ist unverantwortlich.

Bei Konflikten zwischen Raumentwicklungsansprüchen und ökologischer landschaftsgestalterischer) Belastbarkeit ist ökologischen Belangen der Vorrang einzuräumen, wenn eine wesentliche und langfristige Beeinträchtigung der natürlichen Lebensgrundlagen droht (Ladesentwicklungsprogramm).

Weitsichtige Gemeinden können mit einem Landschafts- und Ortsentwicklungsplan und dem Vorkaufsrecht bei Grundstücken erreichen, Gewerbegebiete in sensiblen Naturräumen zu vermeiden und dort entstehen lassen, wo sie hingehören.

Sowohl der Kreisheimatpfleger Daniel Hoheneder als auch das Denkmalamt haben diesen Standort als sehr kritisch eingestuft.Ähnlich die untere Naturschutzbehörde und der BN. Es liegt an der Bevölkerung zu zeigen, dass der Erhalt ihrer Heimat nur gelingt, wenn sich viele dafür einsetzen.


Hammerbach Räumaktion:

Mikroplastik verhindern, bevor es entsteht. wir suchen noch freiwillige!

Sehr geehrte Besucher*innen,

wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen und sich für die Aktionen des Bund Naturschutz Rott am Inn interessieren! Am 15.06.2017 gab es auf Radio Regenbogen einen interessanten Beitrag, der auf das Thema Mikroplastik aufmerksam gemacht hat. Auch im Jahr 2017 werden wir wieder jede Menge Müll aus den Bächen des Gemeindegebiets fischen und Sie können sich daran beteiligen. Schreiben Sie uns einfach an, dann halten wir Sie über die Termine der nächsten Räumaktionen auf dem Laufenden! Wir freuen uns, wenn Sie dieses Jahr dabei sind.

Beitrag von Radio Regenbogen jetzt anhören!

Jetzt Kontakt aufnehmen!


Jede Menge Müll im Rotter Forst

Bei Let's Clean Up Europe, dieses Jahr im Rotter Forst, ist wieder jede Menge Müll zusammengekommen!

Wir bedanken uns auch dieses Jahr wieder bei allen fleißigen Helfer*innen, die den Rotter Forst am 08.04.2017, am Straßenrand der Durchfahrtstraße von menschlichem Unrat befreit haben. Die Highlights waren dieses Jahr große Autoteile, ausgeladener Hausmüll mitten im Wald und jede Menge Verpackungsmaterial sowie Kaffee to go-Becher - die Bilder dokumentieren es.

Weil die Aktion letztes Jahr schon durchgeführt wurde, war es dieses Jahr weniger. Trotzdem nutzen offenbar immer noch viele den Straßenrand als persönliche Müllhalde oder das Waldgebiet als Wertstoffhof. Wir bitten alle Bürger*innen deshalb, aus Rücksicht und aus Respekt vor dem Lebensraum der Waldbewohner und Amphibien, den Müll beim nächsten richtigen Wertstoffhof oder einfach zu Hause zu entsorgen. Nicht zuletzt auch zum Schutz des Grundwassers, das wir alle auch in Zukunft noch sauber - und hoffentlich ohne Mikroplastik und andere Gifte trinken wollen!


AMPHIBIENBERICHT 2017

VERHEEREND: AMPHIBIENZAHLEN DRASTISCH ZURÜCKGEGANGEN

Stellungnahme vom 31.03.2017

Das Amphibienjahr 2017 war sehr frustrierend und insbesondere der drastische Rückgang der Spring- und Grasfrösche sowie Molche an der Schnellstraße RO45, die durch den Rotter Forst führt, ist extrem besorgniserregend. Das war sogar dem Regionalfernsehen Oberbayern ein Bericht wert, den Sie hier anschauen können!

Sie können die komplette Stellungnahme von Renate Stephan hier als PDF-Datei aufrufen

RFO Videobeitrag

Insgesamt ist der Amphibienbestand um mehr als die Hälfte, von 1.562 im Jahr 2016 auf nur noch knapp 715 im Jahr 2017 gesunken! Die erfreulichen Werte aus dem Jahr 2015 mit noch über 2.500 Amphibien gehören somit leider der Vergangenheit an. Die Zahlen im Detail können Sie der Tabelle entnehmen. 

Amphibiendaten Rott seit 2013
JahrZaunlängeSpring- und
Grasfrösche
ErdkrötenMolche
2013700 Meter1275525162
2014700 Meter1230716240
20151000 Meter1677708273
20161000 Meter716624224
20171000 Meter16946482

Unsere Vermutung ist, dass besonders die Waldrodungen im Rotter Forst, die sich zeitlich ausgerechnet immer mit dem Beginn der Wanderung der Amphibien überschneiden maßgeblich den Rückgang der sensiblen Tiere fördern, denn diese greifen enorm in deren Wanderverhalten ein. Wir fordern deshalb, dass sich die Rodungsmaßnahmen nicht mehr mit der Wanderungszeit überschneiden. Deshalb ist uns eine gute Kooperation mit dem Revierleiter des Rotter Forsts wichtig und wir sind über die bisherige Kooperationsbereitschaft und Offenheit sehr erfreut.

Dennoch sind für den Amphibienbestand die durch die massiven Holzeinschläge entstandenen dauerhaften Veränderungen des gesamten Habitats, auf die wohl vor allem die Spring- und Grasfrösche und Molche sehr empfindlich reagieren viel katastrophaler als allein die Rodungen zu Beginn der Wanderung. Sonnige, trockene Lichtungen im Forst, die vorher dunkler, feuchter Wald waren bieten keinen Lebensraum für Amphibien.

Kommentar


Let's Clean Up! Europe 2017

Samstag, 8. April 2017 ab 10:00 Uhr beim Maibaum

Am kommenden Samstag beteiligt sich der Bund Naturschutz Rott am Inn wie bereits in den vergangenen Jahren an der europaweiten Aktion "Lets clean Up Europe".

Damit wollen wir auch ein Zeichen setzten, Gemeinsamkeit in Europa zu stärken, für mehr Umweltbewusstsein in Europa einzutreten und nicht zuletzt unsere Landschaft sauber zu halten. Wer will mitmachen? Bitte bei mir telefonisch 9012369 oder 017638134098 bzw per eMail melden oder ganz spontan zum Maibaum kommen..

Wir treffen uns am Samstag, den 8. April 2017 um 10 Uhr am Maibaum in Rott. Hauptstrecken sind wieder die Ro 45 (Rotterforst), die Staatsstraße nach Schalldorf und unten an der B 15.

Wir freuen uns, wenn wieder viele mitmachen.


Jahreshauptversammlung 2017

Hier erschient in Kürze ein Artikel über die Jahreshauptversammlung 2017. Schon vorab: Vortragender war dieses Jahr unter anderem Harald Lorenz, der die Interessierten Anwesenden über kindgerechte und naturnahe Gartengestaltung informierte. Zum zweiten Vorstand wurde Martin Gasteiger gewählt, der Rest des Vorstandes wurde bestätigt.


BN Weihnachtsfeier 2016

Wie immer hatten wir auch dieses Jahr am Abend des 21. Dezember 2016 eine gemütliche, schöne und gelungene Weihnachtsfeier 2016 im Landgasthof Stechl Nebenzimmer. Nach den Erfolgen im Jahr 2016, insbesondere was die Naturbepflanzung des Ortskerns angeht, haben wir uns das verdient.

Ein schönes neues Jahr 2017 und darauf, dass all eure Vorsätze ebenso erfolgreich sein werden wie der Bund Naturschutz Rott am Inn e.V. letztes Jahr.


AKTION SAUBERE LANDSCHAFT 2016

INKLUSIVE BROTZEIT - Am Samstag, 8. Oktober 2016

Der Bund Naturschutz Rott am Inn beteiligt sich am 08.10.2016 an der „Aktion Saubere Landschaft”. Im Rahmen der bayernweiten „Aktion Saubere Landschaft“ sind Gemeinden, Schulen und Bürger jährlich im Herbst dazu aufgerufen sich am Einsammeln wild abgelagerter Abfälle zu beteiligen. In der Gemeinde Rott a. Inn findet diese Aktion am Samstag, den 8. Oktober 2016 ab 9:30 Uhr statt. Alle Bürgerinnen und Bürger die sich beteiligen wollen, sind dazu herzlich eingeladen. Treffpunkt ist am Marktplatz (Busparkplatz beim Maibaum). Müllsäcke werden von der Gemeinde bzw. vom Landkreis Rosenheim bereitgestellt. Die Gemeinde freut sich über eine rege Beteiligung. Für das leibliche Wohl der freiwilligen Helferinnen und Helfer ist gesorgt.


Hammerbach-Müll 2016

Die Freiwilligen haben auch dieses Jahr wieder großartige Arbeit geleistet und am Samstag, 17.09.2016 den Hammerbach größtenteils vom Müll befreit! Danke an euch.

Hier einige Eindrücke von der Räumaktion...


Pflege der Blumenwiesen

nächster Termin: Samstag, 25. Juni 2016, 9:00 Uhr, Kaisergarten Parkplatz

25.06.2016. Am Kaisergarten Parkplatz hat es eine große Unkraut-Jätaktion gegeben. An diesem Tag gab es auch interessante Infos über einheimische Pflanzen, Bienen und viele andere Insekten und Saatgut zum Mitnehmen. Es gab auch kleine Mengen der Blumenwiese "Eldorado" von Hof-Bergarten zu kaufen. Beim anschließendem gemeinsamen Jäten und Pflegen konnten die Teilnehmer viel über die Pflanzen erfahren. Die Blumenwiesen in diesem Jahr vor der Claudiusapotheke, im Kaisergarten, Rott Nord und an der Münchener Straße waren ein schöner Blickfang und es gab schon zahlreiche positive Rückmeldungen zur Aktion „Naturnahe Bepflanzung”. Nicht nur die Blumen blühten dieses Jahr besonders schön, sondern auch die Insekten summten und brummten.

Jede Hilfe war uns willkommen und wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und wie immer auch beid er Gemeinde für die bereitgestellte Brotzeit. Einige Eindrücke aus diesem Jahr in der Galerie.


ROTTER AMPHIBIENBERICHT 2016

  • ERDKRÖTEN: 624
  • GRAS-SPRINGFRÖSCHE: 716
  • MOLCHE: 224
  • TOTE: 105
  • GESAMT OHNE TOTE: 1564
  • SPITZE: 26.3.16

von Renate Stephan

Dieses Jahr war insgesamt ein schwieriges Amphibienjahr im Bereich der Ro 45 im Rotter Forst (Bild). Der Zaunaufbau durch den Kreisbauhof/Zweigstelle Wasserburg gestaltete sich wieder schwierig. Es mußte nachgebessert werden. Eimer wurden nur spärlich gesetzt, da dies in der Schräge ein aufwendiges und schwieriges Unterfangen ist. Nächstes Jahr werde ich eine Anleitung vorlegen und wenn möglich, selbst anwesend sein. Zweimalige Schneefälle legten den Zaun teilweise nieder, so daß wir insgesamt dreimal den Zaun nachbessern mussten. Häufige Nachtfröste haben die Wanderung oft tagelang ausgesetzt. 

Seit Bestehen des Standortes (2012) waren immer steigende Zahlen zu verzeichnen, in diesem Jahr jedoch liegt ein sehr beunruhigender Einbruch in den Froschzahlen vor: 716 Frösche im Vergleich zu 1677 im Vorjahr und 1230 im Jahr davor (bei 700 m Zaunlänge). 

Eine mögliche Ursache mag der extrem warme Sommer gewesen sein in Zusammenhang mit nunmehr mehrjährigem äußerst intensivem Holzeinschlag im gesamten Einzugsgebiet der Wanderung, besonders aber in der Schneiderfilz und zwischen Roßstallweg und Ro 45 östlich der Maxlinie. Besonders in der Schneiderfilz hat sich das gesamte Habitat verändert. Es ist nun über weite Teile stark sonnenbeschienen. Unter diesen veränderten Bedingungen spielt möglicherweise auch der Chytridpilz wieder eine Rolle. 

Die eingegrabenen, vor Ort bleibenden Röhren mit Deckeln, die wir letztes Jahr vorgestellt haben, haben sich als äußerst praktisch erwiesen.  Wir wollen versuchen, in diesem Jahr im Laufe des Sommers und Herbstes auf der ganzen Strecke diese Röhren zu setzen und sie im schrägen Bereich kostendämpfend nur mit einfachen Deckeln zu versehen. Die Arbeiter des Kreisbauhofes empfinden das Eimereingraben als die aufwendigste Arbeit. Wir werden teilweise unsere Aufwandsentschädigungen dafür einsetzen und hoffen aber auch auf eine kleine finanzielle Unterstützung durch das Landratsamt.


Der Umweltgarten Wiesmühl

von Susanna Vierheller

Es war ein sehr schöner und entspannter Nachmittag bei unserem Besuch im Umweltgarten in Wiesmühl am 12. März 2016. Herr Grundl, der Initiator und Leiter des Umweltgartens begrüßte uns herzlich und seine Führung war kurzweilig und sehr lehrreich.

Im Umweltgarten wird Brot gebacken, es gibt eine begehbare Hecke mit Heckenlehrpfad und sehr schön gestaltete Informationsschilder, die auch manchmal zum nachdenken anregen.

Ein großer Barfußpfad mit Tastkästen und ein Baumtelefon laden zum mitmachen ein. Weiter gings zum Bachlauf, der nur läuft wenn es regnet, mit dem Weiher im Hintergrund. Ein Biotop der besonderen Art mit vielen Arten von Flora und Fauna. Absolut sehenswert!

In der Unterwasserwelt tummeln sich viele verschiedene Arten von Fischen und in den Randzonen Amphibien. Wer keine Führung buchen will, alles wird mit Infotafeln und Besatztafeln erklärt.

Integriert in den Umweltgarten ist auch ein Lehrbienenstand bei denen sich Imker und solche die es werden wollen informieren können und ihr erstes Volk betreuen dürfen.

Im neuen Teil, der erst vor 2 Jahren hinzugekommen ist, wurde ein Wildblumengarten angelegt um auch für Insekten und Schmetterlinge ein Refugium zu schaffen. Dieses Jahr blüht er das erste mal.

Außerdem gibt es noch eine Benjeshecke und einen großen Steinhaufen zu bewundern. Auf, in und um den Steinhaufen gibt es viel zu entdecken und zu erkunden. Von dort oben hat man den schönsten Rundumblick und auf einem Bankerl kann man sich ausruhen und dem treiben der Kinder unten zu sehen.

Jederzeit einen Besuch wert! Fanden die Teilnehmer unserer Gruppe und verabschiedeten sich mit dem Gedanken mal wieder hierher zu kommen.


Let's Clean Up Europe! 2016 in Rott am Inn

Der Bund Naturschutz Rott am Inn beteiligte sich auch im Jahr 2016 wieder an der europaweiten „Ramma damma” Aktion, dieses Jahr schon am Dienstag, 12. April 2016 gegen 17:00 Uhr. Aufgeräumt wurde im Rotter Forst, an der B15 und an der Staatsstraße Wurzach/Schalldorf.

Ein Dankeschön an alle Helfer, die dieses Jahr dabei waren.


Gemeinsam Blumenbeete pflegen

Am 12.03. haben wir, gemeinsam mit tatkräftiger Hilfe einiger neuer Mitbürger im Gemeindegebiet die naturnahen Wiesen gepflegt.

„Zu hoffen bleibt, dass die Blumenwiese gedeiht, für die eigenen Augen und die Bienen und dass Alles gut zusammenwächst- die Blumen und die Leute.” Susanna Vierheller

Die "Pflege der Wildblumen" am Samstag, 12. März 2016 im Kaisergarten um 10 Uhr ist, wie auch schon die letzten Male super gelaufen. Dank Unterstützung der zahlreichen Helfer waren wir in  weniger als einer Stunde fertig.

Laub entfernen, alte Samenstände abschneiden und am Rand der Hecke wachsendes Gras ausgestochen damit es sich nicht in die Fläche verbreitet - Das waren unsere Arbeiten. Das alte Absperrband wurde durch ein neueres, schöneres ersetzt. Die ersten Frühlingsblüher strecken schon ihre Köpfe raus. Jetzt hilft nur noch abwarten, bis es (endlich) wärmer wird.

Es war eine sehr gelungene Gemeinschaftsaktion von Obst und Gartenbauverein, vertreten durch 1. Vorstand Susanna Vierheller, Imkerbund (Sebastian Mühlhuber), Mitgliedern der Bund Naturschutz Ortsgruppe und zahlreichen Flüchtlingen aus unserer Gemeinde. All unsere Helfer erwiesen sich als sehr geschickt und sind bei weiteren Aktionen wieder gerne dabei.

Rückblick: Die naturnahen Blumenwiesen wurden letztes Jahr am 23. Mai 2015 angelegt und zum ersten Mal Mitte Oktober 2015 gepflegt. Mehr Infos hierzu im Archiv.

Ihr Kommentar / Ihre Frage


BN WEIHNACHTSFEIER 2015

Unser Dezemberstammtisch am 14.12. wurde diesmal ganz "weihnachtlich". Ohne große Themen unterhielten wir uns locker, Carola bastelte im Handumdrehen wunderschöne weiße Papiersterne, die Tische waren adventlich geschmückt und der Schmid Sepp aus Rohrdorf verzauberte uns mit alpenländischer Ziachmusik. Wir bedanken uns noch herzlich bei unserm Gast; Vorstand vom Gartenbauverein, Frau Susanne Vierheller für die gute Zusammenarbeit übers Jahr und wünschen allen "Frohe Weihnacht" und ein gesundes, friedliches Neues Jahr.

Euer Wolfgang Matschke


Blütenpracht für's Frühjahr

An unserem Pflanztag am 17.10.2015 hatten wir mal wieder wirklich Glück mit dem Wetter. Es regnete nicht und mittags kam sogar die Sonne raus. 3400 Blumenzwiebeln unterschiedlichster Arten und Sorten wurden von 13 Helfern eingesetzt. Alle Blumenzwiebeln sind Wildarten die sich nicht nur durch Brutzwiebeln sondern auch sehr rege durch Aussaat vermehren.

Pflanzenkunde in Bad Aibling
Schwer zu erkennen: Nur ein Blatt ist ein Löwenzahn

Anfangs hatten wir Angst in diesen steinigen, mageren Boden überhaupt irgendwelche Zwiebeln versenken zu können. Bei einem Seminartag in Bad Aibling lernten wir, wie es leicht geht.

Mit den Setzeisen, dicke Eisenstangen mit Spitze, die durch ihr eigenes Gewicht und etwas Schwung in den Boden gingen war es nicht so schwer wie befürchtet. Es gab übrigens bereits im Mai und im Juli Seminartage in Bad Aibling bei dem auch andere Gemeinden aus dem Landkreis mit ihren Bauhofmitarbeitern teilnahmen. Im Mai, bei strömenden Regen, lernten wir die Flächen vorzubereiten und von Hand auszusäen, sowie Wildpflanzen zu erkennen. Im Juli bei Hitze, jäteten wir und bekamen gezeigt dass jedes Kraut das aussieht wie Löwenzahn nicht unbedingt auch Löwenzahn ist! 

In Rott Nord kamen die meisten Zwiebeln unter die Erde und alle hielten bis zum Ende durch. Denn Rott Nord ist eine Fläche, die vorher Wiese war und dann in der sog. „Burri-Methode“ gefräst wurde.

Wir waren uns einig, das wir für einen guten Erfolg der Fläche, die in der Erde verbliebenen Quecken-Wurzeln aussortieren müssen. Quecke ist eine Grasart die mit ihren weit verzweigten und kräftigen, weißen Wurzeln zur Konkurrenz unserer Ansaat wird. 

Einen Dank an die Gemeinde, die uns wieder eine Brotzeit spendierte und ein Hoch auf all unsere Helfer bei dieser Arbeit! Danke.

Weitere Eindrücke von Gestern in der Bildergalerie: ↓


Eindrücke vom Mahnfeuer am 26.09.2015

22 Personen zeigten: Wir haben die B15 neu noch nicht vergessen

Obwohl es um die B15 neu in den letzten Monaten ruhiger wurde, zeigten insgesamt 22 Personen in Feldkirchen, Rott am Inn zum dritten Mal direkt an der B15 ihren Widerstand. Unter dem Motto „hier nicht und nicht anderswo” brachten die Gegnerinnen und Gegner der vierspurigen Autobahn bei Kuchen, Getränken, Hähnchen und Nürnbergern vom Grill zum Ausdruck, dass sie die B15 neu nicht wollen. Das Feuer brannte ab 19:00 Uhr. Einige hielten Wache bis 1:00 Uhr morgens. Weitere Eindrücke in der Bildreihe. Brisant ist das Thema, weil in den kommenden Monaten festgelegt wird, welche Priorität die B15 neu im Bundesverkehrswegeplan bekommt.

# STOP B15 neu
# hier nicht und nicht anderswo
# Die B15 neu trennt Rott vom Inn

Kommentar am 28.09.2015 09:11 von Johanna

„Hallo War sehr gut die Stimmung aber es ist gibt einige die nicht richtig auf geklärt sind”

Kommentar am 10.10.2015 14:53 von Wilhelm

„Ist ja klar, daß sich der grüne Abschaum mal wieder gegen den Straßenbau postuliert. Wir hier aus Oberergoldsbach sind jedenfalls froh über die Anbindung.”

Ihr Kommentar / Ihre Frage


Eindrücke vom Ferienprogramm 2015

Neue Kästen für Fledermäuse in Rott am Inn

Der Bund Naturschutz beteiligte sich am 27. August sowie am 3. September 2015 zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr am Rotter Ferienprogramm. Es meldeten sich mehr als Zwanzig Kinder und Jugendliche an um gemeinsam mit den Freiwilligen des Bund Naturschutz Rott am Inn Fledermauskästen zu Bauen und zu gestallten.  Es wurde gemessen, gesägt, gehämmert und geleimt, bevor die Fledermauskästen von jedem persönlich fröhlich gestaltet wurden. Neben dem Werkln wurde auch wissenswertes über die Fledermäuse gelernt. In einer fröhlichen und hilfsbereiten Atmosphäre entstanden so mehr als 20 bunte kleine Fledermauskästen für das Gemeindegebiet, welch nun für bis zu 200 Fledermäusen Unterschlupf bieten. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja ein buntes Fledermaushaus bei einem schönen Herbstspaziergang.

Rotter Kinder auf den Spuren alter Torfstiche

Ältere Rotter Bürgerinnen und Bürger erzählen heute noch gerne vom Torfstechen in früheren Zeiten. Um diese Ereignisse auch für Kinder wieder erlebbar zu machen, veranstaltete der Bund Naturschutz Rott im Ferienprogramm eine Fahrradtour  im Rotterforst.  Förster a.D. Wolfgang Matschke erklärte den Schülern die Entstehung unserer Moore nach der Eiszeit, wie wertvoll dieses Ökosystem ist und welchen Gefährdungen die Moore ausgesetzt sind.  Die Tour führte über den Entenweiher zu alten Handtorfstichen in malerischer Heidelandschaft, wo Herr Konrad Bauer, der in seiner Jugend selbst noch Torf gestochen hat, den Kindern den Gebrauch eines Torfsticheisens vorgeführt hat und den Ablauf des Torfstechens erklärte. In einem der letzten noch stehenden Torfstadel  wurde das Lagern und Trocknen gezeigt. Große Renaturierungsflächen mit Wiedervernäßung abgebauter Moore boten den Kindern ein eindrucksvolles Bild und der wunderschöne Spätsommertag machte die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ihr Kommentar


CHRISTIAN SCHMIDTS POSITION ZUM „CIBUS-RAPS”

AM DONNERSTAG, 6. AUGUST 2015 HABEN WIR DIE LANG ERWARTETE ANTWORT ZUM CIBUS-RAPS ERHALTEN: „Die so gezüchteten Sorten sind nicht von den konventionell gezüchteten Sorten unterscheidbar.”

Unterschriftenübergabe: Wolfgang Matschke, Jan Parizek und Carola Kahles

Aus dem Antwortschreiben sind keine neuen Erkenntnisse vom Bundeslandwirtschaftsministerium zu gewinnen. Unsere beiden Kernfragen, wie sich Christian Schmidt zur umstrittenen Oligonukleoid-Technologie positionieren wird, würde er von EU-Kommission und vom Verwaltungsgericht Braunschweig grünes Licht für den Anbau bekommen, und die Frage, ob er sich, wie es der Bundestrat fordert, für ein allgemeines bundesweites Gentechnikverbot einsetzt, blieben im Antwortschreiben unbeantwortet. Stattdessen wurde auf bereits bekannte Gegebenheiten und laufende Verfahren zurückgegriffen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung bleibt dabei und beruft sich nach wie vor auf das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, welches das OgM-Verfahren (darunter auch der genmanipulierte Raps der Firma Cibus) weiter für „nicht von den konventionell gezüchteten Sorten unterscheidbar” hält. Es bleibe nun „der Fortgang des gerichtlichen Verfahrens abzuwarten” sowie die „rechtliche Einschätzung der EU-Kommission [...] bis Ende dieses Jahres”.

 

WEITERE KERNAUSSAGEN AUS DEM SCHREIBEN:

„Die sogenannten neuen Techniken in der Pflanzenzüchtung unterliegen derzeit einer rasanten Entwicklung. Diese Techniken sind sehr unterschiedlich und können nicht pauschal bewertet werden. [...] Die so gezüchteten Sorten sind nicht von den konventionell gezüchteten Sorten unterscheidbar. [...] Nach Auskunft des Verwaltungsgerichts Braunschweig wurde gegen den Feststellungsbescheid des BVL Klage eingereicht. Diese Klage hat aufschiebende Wirkung, [...]. Damit werden auch Ihre Interessen bis auf weiteres gewahrt. Der Fortgang des gerichtlichen Verfahrens bleibt abzuwarten. [...] Ich kann Ihnen versichern, dass der Bundesregierung auch an einem auf europäischer Ebene abgestimmten Vorgehen bei den neuen Techniken in der Pflanzenzüchtung bei strenger Beachtung des Umwelt- und Verbraucherschutzes gelegen ist.” Quelle: BmEL, Christian Schmidt, 222-00600 - Antwortschreiben

Das BR-Magazin Kontrovers hat am Mittwoch, den 29. Juli 2015 einen Bericht veröffentlicht, der nochmal ausführlich darstellt, um was es bei dem genmanipulierten Raps der US-Firma Cibus genau geht. Die Genehmigung für die Feldversuche wurde bereits vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erteilt. Nur eine derzeit laufende Klage von Umweltschutzverbänden und die EU-Kommission, die sich nun mit dem Thema beschäftigt, haben den Anbau vorerst verhindert und das Thema vertagt.

Ihr Kommentar


Feierliche Einweihung der Laubfroschlacke mit dem Pfarrer

Vor etwa 20 Jahren hatte Wolfgang Matschke in Zusammenarbeit mit der damaligen Fachkraft für Naturschutz am LRA Rosenheim Frau Grätzelmaier Laubfroschlaich von einem Amphibienfreund aus dessen Zucht bei Fürstenfeldbruck Laubfroschlaich abgeholt und in einem kleinen Teich im Forsthausgarten auswachsen lassen. Erfreulicherweise ist diese Population immer noch vorhanden und in Sommernächten kann man das "Laubfroschkeckern" beim Kammererweg und entlang der Leite hören. Nachdem der ursprüngliche Teich nun nicht mehr besteht, hatten wir die Sorge, daß geeignete Ablaichtümpel fehlen und die Laubfrösche wieder verschwinden könnten. Mit freundlicher Unterstützung von Pfarrer Klaus Vogel durfte die Ortsgruppe im Pfarrhausanger einen kleinen Teich anlegen, um dieser bedrohten Amphibienart das weitere Überleben in Rott zu ermöglichen. Der kleine Laubfroschteich, auf dessen Anlegung wir am 9. Juni 2015 feierlich bei Sekt anstießen, wird den grünen Hüpfern eine neue und nachhaltige Heimat geben.

Auch wenn man die wunderschönen kleinen grasgrünen Frösche nur sehr selten zu Gesicht bekommt, an ihrem Quaken, das eher einem Keckern gleicht kann  man sie erkennen.

Ihr Kommentar


2,4 mio. Unterschriften: 2,5 Millionen bald erreicht - mit Ihrer Hilfe

JA ZU FREIHANDEL - NEIN ZU TTIP. DIE UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG GEHT IN DIE FINALE PHASE! JETZT MÜSST IHR NOCHMAL ZUM UNTERSCHREIBEN AUFRUFEN!
UNTERSCHREIBEN AUCH SIE GEGEN DAS FREIHANDELSABKOMMEN!

Vor einigen Tagen hat die selbstorganisierte Initiative STOP TTIP Die Marke 2,4 Millionen geknackt. Nun ist STOP TTIP auf dem Weg zu 3 Millionen Unterschriften. Mehr als eine Millionen Unterschriften davon kommen aus Deutschland. Das zeigt deutlich: In keinem Land ist der Widerstand gegen TTIP größer als in Deutschland. Zahlreiche Verbände, Landwirte und inzwischen auch Industrieverbände stellen sich gegen diese Art des Freihandels. Freier Handel muss möglich sein, ohne Umweltstandarts, Verbraucherstandarts, Arbeitsrechte herabzusenken und ohne die Demokratie mit Investorenschutzklauseln und „regulatorischen Kooperationen“ und somit die kommunale Selbstverwaltung in Frage zu stellen.

Sie sind sich noch nicht sicher und wollen mehr wissen? Weitere Infos zum Freihandelsabkommen gibt's hier. Außerdem haben wir nochmal einige Dokumentationen angehängt:

Ihr Kommentar


Newsletter-Angebot für jeden

Unsere beitragszahlenden Mitglieder werden schon regelmäßig über Neuigkeiten, wichtige Treffen und Veranstaltungen auf dem Laufenden gehalten. Auch Nicht-Mitglieder haben ab sofort die Möglichkeit, bequem per E-Mail über unsere ehrenamtliche Arbeit und unsere Erfolge im Bund Naturschutz informiert zu werden. Wir schicken Ihnen Termine für öffentliche Infoveranstaltungen zu, berichten über Erfolge und versorgen Sie mit Neuigkeiten, die den Naturschutz in der Gemeinde Rott am Inn wesentlich beeinflussen.

Melden Sie sich hier und noch heute für unseren natürlich kostenlosen Newsletter an.

Ihr Kommentar


W E I T E R E   T H E M E N :

STOP B15 NEU: WIR BLEIBEN DRAN.

Wir haben uns der Bürgerinitiative Stop B15 Neu im letzten Jahr angeschlossen und bereits viele Demonstrationen und Mahnfeuer nach Rott am Inn geholt und mitorganisiert. Nachdem Horst Seehofer seinen Innenminister zurückpfiff und nun doch einen Ausbau der Bundesstraße will, sind nun auch wieder Alttrassen in Planung, weshalb die Lage derzeit etwas unklar ist.
Zu unseren Archiveinträgen.

TETRAFUNK ROTT: MESSUNG DURCHSETZEN

Nachdem der Tetrafunk nun steht und somit die Verhinderung einer spätere Inbetriebnahme des Mastes unmöglich ist, haben wir uns mit dem Thema Tetrafunk in unseren letzten Treffen auseinandergesetzt und die Relevanz des Themas neu bewertet. Für uns steht fest: So leicht nehmen wir das nicht hin...
 mehr lesen.

Ihr Kommentar