Willkommen bei der Ortsgruppe Bernau!

Vorstand (von links nach rechts: Josef Genghammer, Peter Hirschberger, Pia Ostler, Ludwig Wimmer, Peter Kasperczyk, Hubert Hesse; nicht im Bild: Irmi Leitner)

Vorsitz: Pia Ostler

Kontakt: bernau@bund-naturschutz.de

Termine und Veranstaltungen

Stammtisch der Ortsgruppe

Wann? – Jeden 2. Montag im Monat um 19:30 Uhr
Wo? – Pizzeria LA VELA, Aschauerstr. 22, 83233 Bernau.

Was? – Gelegentlich steht der Stammtisch unter einem bestimmten Thema.
Ankündigung im "Bernauer". Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen, "schnuppern" Sie doch mal rein.

Nächster Stammtisch:
am Ostermontag, den 09. Juli 2018 um 19:30 Uhr im La Vela.

WANDERUNGEN

Nächster Naturspaziergang: Rund um den Bärnsee

SAMSTAG, DEN 14. Juli 2018 UM 13:00 UHR

Kolomankapelle und Loferer-Steinberge-Blick

Wanderung auf dem ChiemseeRundweg von Rimsting nach Hochstätt

Treff:
13:00 Uhr Prien, Parkplatz 1 an der Beilhackstraße, Fahrgemeinschaften

Dauer: ca. 4 Std. - Gehzeit: 2,5 Std.

Wanderungen: Das Jahresprogramm unserer Wanderungen "Natur- und Kulturspaziergänge 2018"

Bericht von der Jahreshauptversammlung 2017

 

Ausstellung "Hummeln - Bienen im Pelz" im Bernauer Rathaus

Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz zeigt im April eine Ausstellung mit großen Plakatwänden zu dem aktuellen Thema Hummeln. Diese gehören mit 41 in Deutschland bekannten Arten zu den so wichtigen Spezies der Blüten bestäubenden Insekten und zur Familie der Wildbienen. Die Ausstellung zeigt ihre Lebensweise, ihre Bedeutung für die Natur und den Menschen und ihre Gefährdung. Mehr als die Hälfte der 41 oben erwähnten Hummelarten sind gefährdet, davon 7% schon ausgestorben oder verschollen, weitere 2% vom Aussterben bedroht.

Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, den 7. April, um 11:00 Uhr im Rathaus. Ulla Fees von der Kreisgruppe Rosenheim wird eine Einführung zum Thema geben.

Die Plakate werden bis zum 4. Mai zu den Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen sein.

Erste ökologische Ausstellung im Bernauer Rathaus – Hummeln - Bienen im Pelz

Hoffen auf eine große Resonanz der Ausstellung in der Bevölkerung (von links): BUND Ortsvorsitzende Pia Ostler, Bürgermeister Philipp Bernhofer, Referentin Ursula Fees und Kreisvorsitzender Peter Kasperczyk.

Am vergangenen Samstag wurde im Bernauer Rathausfoyer wieder eine Ausstellung auf Zeit eröffnet. Bürgermeister Philipp Bernhofer dankte in seiner Begrüßung dem BUND Ortsverband Bernau, mit dieser Ausstellung zum ersten Mal ein ökologisches Thema im Rathaus zu präsentieren. Die Wildbienen und Hummeln beschäftigen seit einigen Jahren die Gemeinde selbst, so wandle sie seit geraumer Zeit mehrere der häufig gemähten Freiflächen in Nutz- und Futterflächen für wildlebende Insektenarten um.

Ortsvorsitzende Pia Ostler war froh, dass es in Zusammenarbeit mit der BUND-Kreisgruppe Rosenheim und dessen Vorsitzendem Peter Kasperczyk gelungen sei, diese Ausstellung nach Bernau zu holen. Die Anlieferung der Schautafeln hätte zwar etwas Probleme bereitet, aber zusammen mit der Vorstandschaft und der Mithilfe der Gemeindebediensteten sei dann ein reibungsloser Aufbau möglich gewesen. Die Zeit der Präsentation sei geradezu ideal, da momentan die Gartensaison beginne und seit ein paar Tagen auch die ersten Hummeln nach Nistplätzen in den Gärten suchen würden. Vielleicht kann durch die erklärenden Texte und die Anschauungsobjekte der ein oder andere Gartenbesitzer diesen Insekten hilfreich zur Seite stehen. Sie dankte außerdem dem Klarinettenduo Almer-Schlemer für die musikalische Umrahmung der Eröffnung und leitete dann zur Referentin des Vormittags über.

In ihrem Kurzvortrag zum Thema Hummeln ging Ursula Fees, Umweltpädagogin und Gartenbauingenieurin in der Kreisgruppe des BUND Rosenheim, neben den Erkennungsmerkmalen und der Entwicklung eines Volkes im Jahreslauf besonders auf die Bedeutung der Wildbienen und hierbei vor allem der Hummeln ein. In Europa gäbe es derzeit neben der Honigbiene etwa 550 Wildbienenarten, zu denen die 41 Hummelarten gehören. Den Wert der Bestäubungsarbeit in der Landwirtschaft kann man jährlich mit etwa 14 Milliarden Euro beziffern. Bei der Tomatenzucht werden z.B. in vielen Gewächshäusern Hummeln als Bestäuber eingesetzt, um die Pflanzen zu befruchten. Leider seien aber durch die industrielle Landwirtschaft mit dem immensen Pestizideinsatz und der Zerstörung wichtiger Lebensräume viele Wildbienen- und Hummelarten vom Aussterben bedroht. Jeder könne aber dazu beitragen, den Fortbestand der Arten zu sichern, indem er etwa passende Nisthilfen zur Verfügung stellt oder ihnen pollenreiche, vorwiegend einheimische Blühpflanzen und Sträucher anbietet. Ein „g'schlamperter Garten“, in dem Vieles wachsen und blühen könne und auch mal etwas liegen bleiben darf, sei der beste Naturschutz. Wichtig sei auch darauf zu achten, dass keine Pestizide im Garten eingesetzt werden. Zum Abschluss wies Fees noch darauf hin, dass der BUND Naturschutz und das Institut für Biodiversitätsinformation (IfBI) eine bayernweite Mitmachaktion mit dem Titel „Wer brummt denn da?“ gestartet hat. Handyfotos (WhatsApp an das Hummeltelefon 0163/9631987 oder per Mail an hummelfund@ifbi.net) von den ersten Hummeln werden dabei von einem Expertenteam bestimmt und mit Informationen zu der jeweiligen Art beantwortet. Ziel hierbei ist es, herauszufinden, welche Hummeln in einer Region auftreten.

In einer anschließenden Diskussionsrunde wurde erwähnt, dass Landwirte durch Satellitenüberwachung förmlich gezwungen seien, ihre Grundstücke bis zur Grenze zu mähen, um nicht staatliche Fördermittel zu verlieren. Somit gingen viele Hecken- und Randbereiche verloren, die bisher Insekten und anderen Wildtieren als Nist- und Futterplätze dienten. Andererseits würden aber immer neue staatliche Schutzprogramme aufgestellt, die z.B. das Anlegen und die Pflege solcher Randstreifen fördern. „Das ist doch ein Witz!“, wie es ein Anwesender auf den Punkt brachte. Mit angeregten Gesprächen bei Häppchen und Getränken klang der Vormittag aus.

Die Ausstellung ist noch bis Anfang Mai während der normalen Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

gle

Bund Naturschutz ist Gründungsmitglied im Landschaftspflegeverband

Am 09. November wurde in Bad Aibling der Landschaftspflegeverband (LPV) für den Landkreis Rosenheim gegründet, von denen es damit 60 in ganz Bayern gibt. Neben dem Landkreis, Vertretern von Landwirtschafts- und Naturschutzverbänden und 29 Gemeinden beschloss auch die Ortsgruppe des BN in Bernau, dem Verband beizutreten, und wurde bei der Gründungsversammlung vom zweiten Vorsitzenden und Vorsitzenden der Kreisgruppe, Peter Kasperczyk, vertreten. Damit hat die Ortsgruppe bei Entscheidungen des Verbands ein Stimmrecht und kann Beratung und Dienstleistungen in Sachen Landschaftspflege beanspruchen. Hierfür wird ein hauptamtlicher Geschäftsführer für den Verband tätig sein. 

Viele bayerische Landkreise haben bereits LPVs und machen damit gute Erfahrungen; so auch unser Nachbar-Landkreis Traunstein. Träger von Pflege- und Artenschutzmaßnahmen in den Gemeinden war bisher überwiegend der Landkreis, der die Arbeiten an örtliche Bauern oder den Maschinenring vergeben hat. Aufgrund veränderter Vorgaben muss der Landkreis jetzt jedoch eine Ausschreibung durchführen oder mindestens drei Angebote einholen. Dadurch wird der Verwaltungsaufwand für ihn zu groß. Der LPV unterliegt diesen Vorgaben nicht und kann die Arbeiten weiterhin an einen bewährten Landwirt oder den Maschinenring vergeben. 75 % der finanziellen Mittel, die über Förderprogramme generiert werden, kommen nach Auskunft der bayerischen Landeskoordinatorin im Deutschen Verband für Landschaftspflege direkt den Landwirten zugute. 

Gerade vor diesem Hintergrund ist es schwer zu verstehen, dass der Gemeinderat in Bernau mehrheitlich eine Mitgliedschaft im LPV abgelehnt hat. Denn mit den südlichen Chiemsee-Mooren und dem Irschener Winkel wären zum Beispiel große Flächen vorhanden, die von einer beratenden Tätigkeit des LPV profitieren würden. Hier wurde, vielleicht aufgrund von Fehlinformationen, eine Chance vergeben mit dem Argument, der Jahresbeitrag von 0,20 € je Einwohner sei zu teuer. Auch hätte die Gemeinde ein Stimmrecht im Verband gehabt und darüber auch Einfluss, z.B. auf die Auswahl eines Geschäftsführers oder einer Geschäftsführerin, nehmen können.

Aber vielleicht besinnt sich die Gemeinde Bernau eines Besseren und beschließt doch noch, dem Verband nachträglich beizutreten.

BUND NATURSCHUTZ KAUFT FLÄCHEN AM BÄRNSEE

Der Bärnsee in der Gemeinde Aschau ist mit seiner Moorlandschaft ein Kleinod des südlichen Chiemgaus. Die Kreisgruppe Rosenheim des BUND Naturschutz (BN) konnte nun dort Flächen kaufen, um die Natur und damit auch einen Teil unserer schönen Heimat langfristig zu erhalten.

Näheres auf der Seite der Kreisgruppe:

http://www.rosenheim.bund-naturschutz.de/aktuelles/artikel/bund-naturschutz-kauft-flaechen-am-baernsee.html

Download-Liste

Vortrag Flächenverbrauch

Vortrag Zukunftsfähige Energiepolitik

 

Wussten Sie das?

Rote Listen im länger: Welchen Anteil hat die Landwirtschaft?
"Kuckuck …?" Ruft’s nicht mehr. Rebhühner? Drastischer Schwund. Kiebitzbestände? Haben um die Hälfte abgenommen. Die früher weitverbreiteten Feldlerchen? Werden immer weniger. Dasselbe gilt für die Goldammern. Nach Angaben des Bundes Naturschutz in Bayern gelten heute in Europa 21 Prozent der Amphibien, 15 Prozent der Säugetiere und 13 Prozent der Vögel als stark gefährdet. 80 Prozent der Lebensräume sind nicht mehr intakt. Seit 1980 ist auf dem Gebiet der Europäischen Union demnach jeder zweite Vogel in der Agrarlandschaft verloren gegangen.

 

Beitrag in http://br.de/s/ksHrZV